„Contadina — ist das eine besondere Art Korallen?“
„Nein, das sind die, mit denen die Contadine gehen.“
„Ich weiß nicht, was eine Contadine ist.“ Helge lächelte schüchtern.
„Ein Bauernmädchen. Haben Sie niemals diese Ketten gesehen, die sie tragen, diese schweren dunkelroten geschliffenen Korallen?“
„Meine Perlen haben dieselbe Farbe wie Rindfleisch und die mittelste ist so groß —“ sie bildete mit Daumen und Zeigefinger eine eigroße Rundung.
„Das muß wunderhübsch aussehen —“. Helge griff gierig den Gesprächsfaden auf. „Ich kenne Malachit oder cristalla rossa nicht — aber meiner Ansicht nach müßten solche Korallen Ihnen am allerbesten stehen.“
„Da können Sie hören, Ahlin — Sie wollten mich ja immer dazu verleiten, die Malachitkette zu kaufen. Heggens Schlipsnadel ist aus Malachit — bitte gib sie mir einen Augenblick, Gunnar. Und Jennys Perlenhalsband besteht aus cristallo rosso — nicht rossa — rotem Bergkristall, wissen Sie?“
Sie reichte ihm die Nadel und die Halskette. Die Kette war warm von ihrem Hals. Helge betrachtete sie einen Augenblick. In jeder Perle waren gleichsam kleine Spalten, die das Licht aufsogen.
„Sie müßten Korallen tragen, Fräulein Jahrmann. Wissen Sie, ich glaube, Sie sehen dann selbst aus wie eine römische Contadina.“
„Da könnt ihr’s hören.“ Sie lächelte leicht zu Helge hinüber und summte vergnügt vor sich hin. „Da könnt ihr’s selbst hören.“