Jenny biß in der Dunkelheit die Zähne zusammen.
„Meinst du nicht, daß ich morgen reisen sollte?“
„Doch.“
„Ich sage Lennart alles. Ich weiß nicht, ob er es verstehen wird, wenn ich es auch selbst nicht kann. Aber ich will ihm immer die Wahrheit sagen. Muß ich das nicht, Jenny?“
„Wenn du es für richtig hältst, so sollst du es tun. Ach, Cesca, man sollte immer das tun, was man für recht hält und niemals das, wovon man nicht sicher weiß, ob es richtig ist, Cesca.“
„Ja, das ist wahr! Gute Nacht, meine Jenny, ich danke dir.“ Sie drückte plötzlich die Freundin heftig an sich. „Es ist so herrlich, sich mit dir auszusprechen. Du verstehst es so gut, mich richtig zu nehmen. Du — und Gunnar. Ihr bringt mich immer auf den rechten Weg. Ich wüßte nicht, was ich ohne dich tun sollte.“
Sie stand einen Augenblick neben dem Bett:
„Kannst du nicht im Herbst über Stockholm fahren? O, tu es doch! Du kannst bei uns wohnen, ich bekomme jetzt tausend Kronen von Papa, das soll nämlich auch Borghild für eine Pariser Reise erhalten.“
„Ich weiß nicht recht. Ich hätte schon Lust?“
„Ach tu es doch! Bist du schläfrig? Soll ich gehen?“