„Ja, ich bin ein wenig müde.“ Sie zog Cesca zu sich herab und küßte sie. „Gott behüte dich!“

Cesca schlürfte mit den bloßen Füßen über den Fußboden. In der Tür sagte sie mit ihrer kleinen traurigen Kinderstimme:

„Ich wünschte so sehr, daß Lennart und ich glücklich würden, du!“

IV.

Gert und Jenny gingen unter den mageren Nadelbäumen Seite an Seite über den Weg hinab. Einmal stand er still und pflückte einige vertrocknete Erdbeeren, sprang ihr nach und steckte sie ihr in den Mund. Sie lächelte ein wenig zum Dank und er nahm ihre Hand, während sie hinunter gingen, dem Wasser zu, das hinter den Bäumen unter der Sonnenbrücke bläulich schimmerte.

Er sah fröhlich und jung aus in dem hellen Sommeranzug. Der Panamahut verbarg sein Haar.

Jenny setzte sich an den Waldrand und Gert streckte sich vor ihr im Schatten der großen Hängebirken aus.

Es war glühend heiß und still. Der Grashügel, der am Strande auslief, war gelbgefärbt vom Sonnenbrand. Ueber Nesodden stand eine metallblaue Dunstwolke, hinter deren Rand einige Wölkchen hervorglitten, rauchgelb und weißlich. Der Fjord breitete sich lichtblau aus, von quirlenden Stromstreifen unterbrochen; die Segler weit draußen lagen still und weiß auf der Fläche und der Rauch der Dampfschiffe stand unendlich lange in grauen Streifen in der schwülen Luft.

Aber zwischen den Steinen, die von der Ebbe bloßgelegt waren, rieselte das Wasser, und die rankenartigen Zweige der Hängebirken bewegten sich ganz sacht über ihnen, indem hin und wieder ein Blatt, in der Trockenheit verdorrt, herniedersank.

Gert nahm eines, das sich in ihrer lichten Haarflut verfangen hatte, fort, sie hatte den Hut abgelegt. Er betrachtete das Blatt: