Während die Frau den Tisch deckte, brachte Jenny Staffelei und Malgerät heraus. Ihren langen blauen Abendmantel vertauschte sie gegen eine von Oelfarbenflecken bedeckte Wetterjacke.
„Darf ich mir Ihr Bild anschauen?“ fragte Helge.
„Ja, — ich werde wohl das Grün abtönen müssen, es liegt so hart auf. Bis jetzt ist kein rechtes Licht über dem Ganzen. Der Hintergrund ist, glaube ich, gut.“
Helge betrachtete das kleine Bild, auf dem die Bäume wie große grüne Flecken standen. Er konnte nichts Besonderes daran finden.
„Ah, das Essen steht bereit! Sie kriegt sie an den Kopf, wenn sie hartgekocht sind. — Nein, Gottseigelobt!“
Helge war nicht hungrig. Jedenfalls brannte ihm jetzt der Hals von dem sauren, weißen Wein, und das ungesalzene trockene Brot konnte er kaum herunterbringen. Jenny zermalmte große Stücke davon zwischen ihren weißen Zähnen, stopfte kleine Bissen Parmesankäse dazu in den Mund und trank Wein, denn drei Eiern hatte sie bereits den Garaus gemacht.
„Daß Sie das gräßliche Brot so trocken essen können,“ sagte Helge.
Sie lachte:
„Ich finde dieses Brot so gut. Butter habe ich kaum zu sehen bekommen, seit ich von Kristiania fort bin. Die pflegen Cesca und ich nur für Gesellschaften zu kaufen. Wir müssen nämlich sparen, sehen Sie.“
Er lachte auch: