„Glauben Sie nun, daß Sie zur Stadt zurückfinden?“

„Ja. Ich merkte mir genau, welchen Weg wir gingen. Und später finde ich schon einen Wagen. — Kommen Sie jemals in den Verein?“

„Oh ja, mitunter.“

„Ich möchte Sie sehr gern wiedersehen, Fräulein Winge.“

„Das werden Sie auch sicherlich.“ Sie überlegte einen Augenblick. „Wenn Sie Lust haben — können Sie uns dann nicht besuchen — zum Tee? Wir wohnen in der Via Vantaggio 111 — Cesca und ich sind des Nachmittags immer daheim.“

„Ich danke Ihnen.“ Er zauderte ein wenig. „Nun, dann schönen Guten Morgen! Und vielen Dank für diese Nacht!“

Er reichte ihr die Hand. Sie gab ihm ihre schmale, magere: „Auch ich danke.“

Als er sich in der Gartentür umwandte, stand sie und schabte mit dem Palettmesser auf der Leinwand. Sie summte — es war die Weise von heut Nacht, die ihm nun so vertraut schien. Er summt sie selbst, während er zur Stadt hinunter ging.

IV.

Jenny zog die Arme unter der Decke hervor und verschränkte sie im Nacken. Es war eiskalt im Zimmer und finster; nicht ein Streifen Tageslicht fiel durch die Läden. Sie entzündete ein Streichholz und sah nach der Uhr — gleich sieben. Ein wenig konnte sie noch liegen und faulenzen; sie kroch wieder ganz unter die Decke und bohrte die Wange ins Kopfkissen.