„Du kannst glauben, der war vergnügt. Ach, Cesca, mitunter wünschte ich, daß ich nur so einen Sonntag Vormittag, weißt du — einen kleinen Abstecher nach Hause machen könnte, um mit Kalfatrus über Nordmarken spazieren zu gehen. Er ist wirklich ein guter Kerl, weißt du.“

Franziska betrachtete Jennys lächelndes Gesicht im Spiegel. Darauf nahm sie das Haar wieder herunter und begann aufs neue, es zu bürsten.

„Nein, Cesca — wir haben doch keine Zeit.“

„Natürlich. Kommen sie zu früh, dann können sie ja zu mir hineingehen. Da sieht es freilich aus wie in einer Rumpelkammer, aber meinetwegen. Uebrigens — die kommen nicht so früh. Gunnar wenigstens nicht — und vor ihm geniere ich mich wahrhaftig nicht. Vor Ahlin übrigens auch nicht. Ah richtig, er war heute Mittag bei mir — ich lag im Bett, während er saß und plauderte. Als ich mich ankleiden wollte, schickte ich ihn auf den Balkon hinaus. Wir gingen dann fort und aßen vornehm auf Tre Re. Den ganzen Nachmittag sind wir zusammen gewesen.“

Jenny schwieg.

„Wir sahen Gram drinnen auf Nazionale. Uh, Jenny, er war schauderhaft. Ist dir etwas Schlimmeres je begegnet?“

„Ich finde ihn durchaus nicht so schauderhaft. Er ist nur unbeholfen, der arme Kerl. Genau so wie ich im Anfang war. Einer von den Menschen, die gern fröhlich sein wollen und nicht können.“

„Ich kam heute Vormittag mit dem Zug aus Florenz,“ äffte Franziska nach und lachte. „Puh. Wäre er dann wenigstens im Flugzeug gekommen!“

„Du warst recht ungezogen gegen ihn, mein Kind. Das darfst du nicht. Eigentlich hätte ich Lust gehabt, ihn heute Abend zu uns einzuladen. Ich wagte es aber deinetwegen nicht — ich wollte mich nicht der Gefahr aussetzen, daß du gegen meinen Gast unhöflich bist.“

„Der Gefahr hättest du dich durchaus nicht ausgesetzt. Das weißt du sehr gut.“ Franziska war gekränkt.