„Gunnar nimmt mich nicht ernst,“ sagte sie gedankenvoll.

„Gewiß tut er das. Er findet nur, es ist oft so viel Kindisches an dir. Du weißt, wie er über deine Arbeit denkt — erinnerst du dich, was er in Paris sagte, über deine Energie — dein Talent? Fein und persönlich, sagte er. Da nahm er dich wahrhaftig ernst genug.“

„Ja, gewiß. Gunnar ist übrigens ein prächtiger Kerl. — Er war aber doch böse über die Sache mit Douglas.“

„Jeder Mann wäre das gewesen. Ich wars auch.“

Franziska seufzte. Sie schwieg eine Weile.

„Wie wurdest du diesen Gram gestern los? Ich glaubte, es würde dir nie gelingen — dachte, er wäre mit dir heim gegangen und hätte sich hier aufs Sofa gelegt — mindestens.“

Jenny lachte.

„Nein. Er begleitete mich hinaus auf den Aventinerhügel und frühstückte dort, und dann fuhr er nach Hause. Im übrigen — ich mag ihn gut leiden.“

„Dio mio! Jenny, du bist abnorm in deiner Güte. Es muß doch eine Grenze bei dir geben in deiner Rolle, Mutter für uns alle zu sein. Oder bist du vielleicht in ihn verliebt?“

Jenny lachte wieder: