„Kaum. Aber er wird sich auch in dich verlieben. Wenn du nicht ein wenig vorsichtig bist.“
„Das tun sie ja alle miteinander. Gott weiß, aus welchem Grunde. Aber es geht ja immer schnell wieder vorüber. Und hinterher werden sie dann böse auf mich.“ Sie seufzte.
Es kam jemand die Treppe herauf.
„Das ist Gunnar. Ich gehe ein wenig zu mir herüber, ich muß meine Augen kühlen.“
Sie schlüpfte hinaus und flüsterte Heggen, mit dem sie in der Tür zusammentraf, einen „Guten Tag“ zu. Er trat ein und zog die Tür hinter sich ins Schloß.
„Du bist allright, wie ich sehe, Jenny. Das bist du übrigens immer, verteufeltes Menschenkind. Du hast natürlich den ganzen Vormittag gearbeitet. Aber sie?“ Er machte mit dem Kopf eine bezeichnende Bewegung gegen Cescas Zimmer.
„Schlecht. Armes kleines Wesen.“
„Ich sah es in der Zeitung. Ich war oben im Verein auf dem Wege hierher. Darf ich sehen — bist du mit der Studie fertig? Aber hör mal, die ist fein, Jenny —.“
Heggen hielt das Bild gegen das Licht und betrachtete es lange.
„Fein, du. Dies hier — das ist glänzend. Ich finde es sehr stark ... Liegt sie jetzt wieder und weint?“