„Und ob ich welche hatte. Ich weiß noch einen Birkenhain, wo es duftende Veilchen gab, an dem alten Holmenkollenweg.“

„Oh, ich weiß,“ unterbrach sie ihn triumphierend. „wo der Sörkedalsweg abbiegt, gleich rechts.“

„Richtig. Einen Ort wußte ich auch auf Bygdö, innerhalb Fredriksborg. Und in Skaadalen.“

„Aber ich muß jetzt hinein und mich umziehen,“ sagte Jenny.

„Ziehen Sie das Kleid an, das Sie gestern trugen, das wäre lieb von Ihnen,“ rief er ihr nach.

„Es wird so staubig.“ Aber im selben Augenblick ärgerte sie sich. Warum sollte sie sich nicht damit putzen — das alte schwarzseidene Kleid war viele Jahre hindurch ihre Staatsrobe gewesen — nun brauchte sie es wirklich nicht mehr so ehrerbietig zu behandeln.

„Ach, Unsinn! Ja, aber es ist im Rücken zu schließen, und Cesca ist jetzt nicht zu Hause.“

„Kommen Sie, ich werde es zuknöpfen, ich bin darin Spezialist, ich habe meine Mutter und Sofie mein ganzes Leben lang im Rücken geknöpft, müssen Sie wissen.“

Es waren nur zwei Knöpfe, gerade in der Mitte, die sie nicht allein schließen konnte. So ließ sie denn Grams Hilfe zu.

Er spürte den schwachen, milden Duft ihres Haares und Körpers, während sie bei ihm draußen in der Sonne stand und ihn das Kleid zuknöpfen ließ. An der einen Seite entdeckte er plötzlich einige kleine Bruchstellen in der Seide, die sorgsam gestopft waren. Da füllte sich sein Herz mit einer unendlich weichen Zärtlichkeit für sie. —