Sie begegneten im Wald dem Oberförster Stengruben. „Ei, wie ist Leonore vergnügt,“ sagte er. „Zu Hause hören wir sie nur immer Schreckliches deklamieren. Verzeihen Sie, die Sie ihre Lehrmeisterin sind — ich verstehe nicht Englisch — es klingt nur alles so schauerlich traurig.“
Der Oberförster schloß sich an Fräulein Klothilde an, und Leonore war mit Kelt voraus.
„Vitus, damals an der Fossa haben Sie gesagt, in uns gingen die Wünsche von Jahrtausenden. Aber wenn das wäre, da müßte ja eine ganz neue, flammende Zeit anbrechen.“
„Ja, warum sollte denn das nicht sein, Leonore? Es liegt ja alles vor uns, wir brauchen nur mit den Händen danach zu greifen.“
„Man sehnt sich immer,“ sagte sie, „o, so schwer sehnt man sich.“
„Immer noch nach Kapellendorf?“
„Nach was sehnen Sie sich denn, Vitus?“
„Ich freue mich jetzt auf den Frühling,“ sagte er.
Sie kamen in ein junges Gehölz. Nur ein schmaler, gewundener Pfad führte durch, und sie mußten hintereinander gehen. Da kam ein junger Mensch des Wegs, er trug eine Holzaxt, hatte die Pfeife im Munde. Er grüßte.
„Wer war denn das?“ fragte Leonore.