»Erlauben Sie mir, jetzt eine Art von Verhör anzustellen«, sagte er ernsthaft, »damit ich mir einige Momente Ihrer Geschichte klar machen kann.«
Ich nickte lächelnd.
»Hatten zwischen den andern Vertretern Ihrer Familie und Ihnen vor dem Rechtsstreite schon unangenehme Beziehungen bestanden?«
Das wußte ich eigentlich nicht; ich dachte an den Charakter der andern Frau von Günthershofen und antwortete, wie ich kaum glaube, daß meine Aeltern mit jenen auf gutem Fuße gestanden.
»Darf ich fragen, warum nicht?« fuhr Herr Forster fort.
Ich überwand mich, was ich um so leichter konnte, als mir unser Gespräch schon geschäftlich vorkam, und entgegnete, Frau von Günthershofen könne keines guten Rufes genossen haben.
»So, war sie mit dem Fürsten liirt?« fuhr mein rücksichtsloser Inquirent fort. Ich nickte schweigend, indem ich seinen juristischen Scharfsinn bewunderte.
»Und woher schrieb sich die Gehässigkeit des Fürsten gegen Ihre Aeltern?«
»Von einer Familienangelegenheit, Herr Forster.« Er schwieg und schien zu warten. »Der Fürst hatte meine Aeltern beleidigt und mein Vater sich gegen ihn vergessen«, sagte ich endlich.
»Und Sie wissen nicht, wodurch die Ansprüche jener Familien auf Ihre Güter begründet wurden?«