Anhangsweise seien hier noch die berühmten Männer, die in Dresden geboren sind, in alphabetischer Reihe genannt:
- Ernst Julius Hähnel, Bildhauer, 1811–1891;
- Guido Hammer, Tiermaler, 1821–1900;
- Julius Hammer, Dichter, 1810–1862;
- Theodor Körner, 1791–1813;
- Heinrich von Maltzan, Forschungsreisender, 1826–1874;
- Edwin v. Manteuffel, Feldmarschall, 1809–1885;
- Gustav Nieritz, 1795–1876;
- Oskar Peschel, Geograph, 1826–1875;
- Mathäus Daniel Pöppelmann, 1662–1736;
- Ludwig Richter, 1803–1884;
- Heinrich v. Treitschke, Geschichtsforscher, 1834–1896;
- Nikolaus Ludwig v. Zinzendorff, Begründer der Brüdergemeine, 1700–1760.
V.
Die Sächsische Schweiz. Allgemeines.
Die Sächsische Schweiz.
An den Dresdener Talkessel schließt sich gegen Südosten als zweites Zwischenglied zwischen dem Erzgebirge und dem Lausitzer Hochlande das Sandsteingebirge an, das unter dem Namen der „Sächsischen Schweiz“ allgemein bekannt ist. Die Sand- und Plänerablagerungen der Kreidezeit haben sich hier in größerem Zusammenhange erhalten, während sie im Talkessel der Elbe in die Tiefe gesunken sind. Das ist besonders in Dresden selbst bei Bohrung eines artesischen Brunnens auf dem ehemaligen Antonsplatz, der jetzt von der städtischen Markthalle eingenommen wird, nachgewiesen, denn hier liegen die Schichten derart übereinander, daß zu oberst eine 15 m mächtige Schicht von Sand und Geröll liegt, darunter 129 m mächtig unterer Pläner, darunter 19 m unterer Quadersandstein und dann erst folgen ältere Gesteine, namentlich roter Sandstein. In der Sächsischen Schweiz spielt dagegen der Quadersandstein eine weit größere Rolle als der Plänerkalk und die Ausdehnung des Sandsteins bestimmt daher auch die Grenzen der Sächsischen Schweiz. Die Westgrenze bildet etwa die nordsüdliche Linie von Pirna über Berggießhübel an der Gottleuba aufwärts und weiter über Tyssa nach Königswald an der Eisenbahnlinie von Bodenbach nach Teplitz; auch die Grenze gegen den Dresdener Elbtalkessel verläuft rechts der Elbe von Pirna nach Bonnewitz noch in derselben Richtung. Von Bonnewitz, östlich vom Porsberge gelegen, läuft die Grenze, ohne daß der Gegensatz des Lausitzer Granitgebietes und des Sandsteinlandes überall orographisch sofort in die Augen fiele, erst in östlicher Richtung über den Lohmener Wald, Hohnstein, Lichtenhayn und Ottendorf nach Hinterhermsdorf und wendet sich von hier mehr südlich über Hinterdaubitz nach Kreibitz. Von hier aus kehren wir nach der Elbe zurück, überschreiten sie bei Tetschen, wo das Schloß auf dem südlichsten Sandsteinfelsen an der Elbe sich erhebt und verfolgen von hier weiter westwärts das Tal am Südfuße des Hohen Schneebergs bis nach Königswald. Die so umschriebene Fläche hat nur die Größe von 450 qkm. Also seiner Ausdehnung nach gehört das Gebirge mit zu den kleinsten in Deutschland und ebenso gehört es auch zu denen, die durch ihre Höhen und Gipfelpunkte keineswegs einen bedeutenden Eindruck machen.
Abb. 55. Die Gemäldegalerie in Dresden. Fassade nach dem Theaterplatz.
Nach einer Aufnahme von Römmler & Jonas in Dresden. (Zu [Seite 55].)
Wenn trotzalldem die Sächsische Schweiz zu den von Fremden am meisten besuchten Gebirgen in Deutschland zu rechnen ist, so muß sie reizvolle Einzelheiten bieten, die eine große Anziehungskraft ausüben. Diese Eigenart ist schon in dem Namen Sächsische Schweiz angedeutet, wenn auch ein ernster Vergleich der wirklichen Schweiz mit unserem Gebirge das Maß der Ähnlichkeiten gewaltig einschränken würde.