Abb. 134. Steinbruch in der alten Posta.
Gesprengte Wand, die aber nicht fiel, sondern sich nur gesetzt hat.
Liebhaberaufnahme von Hofgoldschmied P. Eckert in Dresden. (Zu [Seite 141].)

Sebnitz.

Sebnitz ([Abb. 138]), die zweite und ebenso gewerbreiche Stadt, liegt gleichfalls am Rande der Sächsischen Schweiz. Trotz ungünstiger Lage und schwieriger Verkehrsverbindungen, weil die Stadt nach allen Seiten von hohen Bergen und Landrücken umgeben ist, hat Sebnitz doch immer eine lebhafte Industrie entwickelt und für seine Erzeugnisse auch Absatz gefunden. Ursprünglich herrschte hier wie weiter im Osten in der ganzen Lausitz und in Nordböhmen die Weberei vor. Schon vor hundert Jahren bezeichnete Götzinger den Ort von damals nur 2300 Einwohnern als eine bedeutende Manufakturstadt Sachsens, wo besonders leinene und halbseidene Waren verfertigt wurden und verschiedene von diesen Artikeln unter dem Namen Sebnitzer Zeuge bekannt waren und wohl gar im Auslande für französische Zeuge verkauft wurden; jetzt scheint nur Leinwandweberei und Druckerei noch zu bestehen. Man hat sich einem anderen Zweige der Industrie zugewandt, der Verfertigung künstlicher Blumen, wofür sich Sebnitz dermaßen emporgeschwungen, daß es der erste Platz dafür in Sachsen geworden ist. Daneben sind noch die Herstellung von Papier und Knöpfen zu nennen.

Abb. 135. Steinbruch in der alten Posta. Gefallene Wand.
Liebhaberaufnahme von Hofgoldschmied P. Eckert in Dresden. (Zu [Seite 141].)

Abb. 136. Steinbruch in der alten Posta bei Pirna.
Liebhaberaufnahme von Hofgoldschmied P. Eckert in Dresden. (Zu [Seite 141].)

[❏
GRÖSSERES BILD]

Königstein.