[322] In der deutschen Uebersetzung des Briefes an Lorenzo Pierfrancesco de Medici (auf der königl. öffentl. Bibl. zu Dresden) lautet die Schilderung folgendermaßen: Vnd das ich mit einē wort alle ding begriffe solt du wissen, das in Sechtzig tagen vn̄ siben tagen die wir schiffeten vier vn̄ viertzig tag an vnderlaß an einander gehebt habē mit kegen tonnern vn̄ plitzen so gar finster das wir weder Sonnen im tag noch liechtē hymel in der nacht nie gesehen haben, Da von so geschach das vns solicher grosser schrecke einfiel das wir gar nach alle hoffnuug vnsers lebens hinwurffen, In solichen angsten dennoch vn̄ so wütungen des mers vn̄ des himels gefiel dem hochstē gott vns ze zeygen ingewont ertrich vn̄ new lantschafften vn̄ ein vnbekante welt.

[323] Vgl. Kunstmann und Thomas, Atlas zur Entdeckung Amerikas, München 1859.

[324] Nach Humboldt, Kritische Untersuchungen III, 10 sinkt dasselbe in der südl. Breite von 16° 24′ unter den Horizont.

[325] Der Stern η des großen Bären verschwindet unter 18° 10′ s. Br. (Humboldt a. a. O.)

[326] „In der Geschichte der Geographie ist es, wie in allen übrigen Fällen, oft der Klugheit angemessen, nicht alles erklären zu wollen.“ Humboldt, Krit. Untersuchungen III, 14. Ob Vespucci so weit nach Süden vorgedrungen, bleibt immerhin fraglich. Er würde dann sicher darauf aufmerksam gemacht haben, daß ihm das Sternbild des großen Bären ganz aus dem Gesichtskreise entschwunden sei.

[327] Vnbekanthe landte vnd eine Newe welt. Cap. CXXI.

[328] Die Dresdener Ausgabe ist in Harrisse, Bibl. Am. Vet. nicht beschrieben, das Exemplar zu Dresden weicht von der unter Nr. 38 (S. 81) beschriebenen Ausgabe im Druck etwas ab. Die letzten Zeilen der letzten Seite lauten im Dresdner Exemplar: Auß lateyn ist dyß missiue in Teusch ‖ gezogen auß dem Exemplar das von Paryß kam im meyen mo-|net Nach Christi geburt. xv. hundert vnd funff jar. Das von Harrisse beschriebene Exemplar liest: „diß missiue in Teutsch“ und weiter „XV. hundert vnd funff jar“.

[329] Dum igitur proficiscar in orientem, iter agens per meridiem, Noto vehar vento. Grynaeus, Novus Orbis. Basil. 1532. p. 130.

[330] Quo superbiam modo iustus omnium censor Deus compensat. (Quarta Navigatio. Urbs Deodate. Anno supra sesquimilesimum. vij.)

[331] Navarrete I, 351.