[332] Zuerst veröffentlicht von Harrisse in Bibl. Am. Vet. Additions. Paris 1872, S. XXVII. Man vergleiche Humboldt, Krit. Untersuchgn. III, 111 u. ff.
[333] Krit. Untersuchungen III, 24.
[334] Martin Waltzemüller, Cosmographiae Introductio. St. Dié 1507. Globus Mundi declaratio. Straßburg 1509. (auf d. Titel). Opusculum de mirabilibus. Rom 1510. fol. 101. — Joh. Schöner, Luculentissima quaedam terrae totius descriptio. Noribergae 1515. cp. XI. fol. 60. — Montalboddo, Paesi novamente retrouati & Nouo Mondo da Alberico Vesputio florentino intitulato. Milano 1519. — Stobnicza, Introductio in Ptolemaei cosmographiam. 1519. fol. 5. — Albertus Pighius Campensis de æquinoctiorum solstitiorumque inventione. Parisiis 1520. p. 28. — Vadianus, Pomponii Melae de orbis situ. Basel 1522. Das Werk beginnt mit einem 1512 geschriebenen Briefe Vadians an Rudolf Agricola, worin steht: America a Vespuccio reperta u. s. w.
[335] Martin Waltzemüller aus Freiburg im Breisgau, ist etwa um 1480 oder 1481 geboren. Er war befreundet mit dem Elsasser Matthias Ringmann, dem Schüler des berühmten Philologen Jakob Wimpfeling. Nach der Sitte der Zeit nahmen beide in späterer Zeit latinisirte Namen an: Waltzemüller nannte sich Hylacomylus oder Ilacomilus (eigentlich eine Uebertragung aus Wald(see)müller), Ringmann dagegen Philesius mit dem Zusatze vogesigena, weil er aus den Vogesen stammte. Als nun ums Jahr 1507 auf Anregung des reichen Canonicus Walther Lud und unter den Ausspicien des Herzogs René von Lothringen in der Stadt St. Dié an der Meurthe ein Gymnasium und eine Druckerei errichtet worden, berief man Ringmann und Waltzemüller an die neue Schule. Ringmann hatte in Italien den berühmten Mathematiker und Architekten Fra Giovanni del Giocondo, einen Dominikaner, kennen gelernt, welcher, mit Vespucci befreundet, den Brief dieses Reisenden über seine dritte Entdeckungsfahrt ins Lateinische übertragen hatte. So wurde er mit den glänzenden Erfolgen des Florentiner Reisenden bekannt und gehörte bald zu seinen Verehrern, so daß er die lateinische Uebersetzung Giocondo’s noch einmal in Straßburg 1505 durch den Druck veröffentlichte. In St. Dié gab dann Waltzemüller mit seiner Cosmographiae introductio zugleich alle vier Schifffahrten des Vespucci heraus. Daneben entwarf man den Plan, eine neue Ausgabe des Ptolemäus zu veranstalten, für deren bedeutende Kosten Walther Lud eintrat. Diese berühmte Ausgabe erschien aber erst zwei Jahre nach Ringmanns Tode († 1511) in Straßburg und wurde hauptsächlich durch Waltzemüller besorgt. Die berühmte Weltkarte dieser Ausgabe, Orbis typus universalis iuxta hydrographorum traditionem haben wir bereits in verkleinerter Copie der 36. Abtheilung der „allgemeinen Geschichte in Einzeldarstellungen“ beigegeben. Man vermuthet, daß diese Karte die Copie einer Originalzeichnung des Vespucci sei. Wie unklar die Vorstellungen des lotharingischen Gelehrten waren, erhellt daraus, daß er in der Vorrede zu dem Supplement seines Ptolemäus von einem gewissen Admiral des portugiesischen (!) Königs Ferdinand spricht (Admiralem quendam serenissimi Portugaliae regis Ferdinandi), während die der Weltkarte folgende „tabula terre nove“, auf welcher die Küsten der neuen Welt in größerem Maßstabe dargestellt sind, in dem nördlichen Theile des südamerikanischen Continentes die Inschrift trägt: „Dieses Land sammt den angrenzenden Inseln ist auf Befehl des Königs von Castilien durch den Genuesen Columbus entdeckt worden.„(Hec terra cum adiacentibus insulis inuenta est per Columbum Januensem ex mandato Regis Castelle). Und trotzdem schlug Waltzemüller vor, dem „Entdecker“ zu Ehren das neue Land Amerika zu nennen.
[336] Pizarro ist der natürliche Sohn eines spanischen Hauptmanns und in Trujillo geboren. In seiner Jugend soll er die Schweine gehütet haben und ohne Unterricht aufgewachsen sein. Gewiß ist, daß der spätere Eroberer Peru’s des Schreibens unkundig war. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Das Jahr 1471, welches in der Regel angegeben wird, paßt nicht zu der Mittheilung, daß Pizarro, um einer Züchtigung von seiten seines Vaters zu entgehen, entlaufen sei und sich nach Westindien habe anwerben lassen. Denn wenn wir auch annehmen, daß er schon ums Jahr 1500 den Boden der neuen Welt betreten habe, so mußte er doch in seinem 29. Jahre längst der väterlichen Ruthe entwachsen sein. Mehr Glauben verdient die Angabe Herrera’s (Hist. gen. dec. VI. lib. X. cap. 6), daß Pizarro 63 Jahre alt geworden sei. Da er 1541 ermordet wurde, fällt demnach das Geburtsjahr auf 1478.
[337] Navarette III, 374. porque ningund bachiller acá pasa que so sea diablo y tienen vida de diablos, é no solamente ellos son malos, mas aun fasen y tienen forma por donde haya mil pleitos y maldades.
[338] M. Wagner und C. v. Scherzer, die Republik Costa Rica. Leipzig 1857. S. 359–392.
[339] P. Martyr, Dec. III. lib. I. Col. 1574 p. 210.
[340] Navarrete III, 343.
[341] Navarrete III, 393–456. Cl. R. Markham, The narrative of Pascual de Andagoya. Hakluyt Soc. for 1865. vol. 34.