[352] Cortes gibt die von Velasquez aufgewendeten auf ¼ der Gesammtsumme an. Colecion d. doc. ined. para la historia d’España. I, 423.
[353] B. Diaz, Entdeckung u. s. w. von Neuspanien I. S. 23.
[354] Die Küste von der Mündung des Goatzacoalto (westlich vom Tabasco) bis nach Vera Cruz ist voller Riffe, daher Schiffbruch und Strandung häufig vorkommen. Eine kurze Strecke südlich von Vera Cruz sieht man zahlreiche Trümmer untergegangener Schiffe aus den Wellen oder dem Sande ragen. Fr. Ratzel, Aus Mexiko. S. 162.
[355] Die Instruction des Velasquez für Cortes findet sich in Col. d. doc. ined. p. l. hist. de España I, 385.
[356] Wir besitzen von Cortes’ Hand fünf ausführliche Berichte über den Verlauf seiner großen Unternehmungen, in welchen er in sehr eingehender Weise dem Könige von Spanien über seine Feldzüge Bericht erstattet. Man hat sie nicht unpassend mit den bekannten Commentarien Cäsars verglichen. I. Der erste Bericht aus Villa rica de la Vera Cruz vom 10. Juli 1519, von den Behörden der Stadt im Namen des Heerführers und wohl auch von ihm selbst verfaßt, ging am 16. Juli mit einem Schiffe nach Spanien ab. Er ist veröffentlicht in der Colecion de documentos inedit. para la historia de España I, p. 421–461. II. Der zweite Brief ist aus Segura de la Frontera (Tepeaca, östl. v. La Puebla) vom 30. October 1520 datirt und wurde bereits 1522 in Sevilla gedruckt. Später erschien er in Barcia, Historiadores primitivos de las Indias orientales, 1743, vol. I, p. 1–62, u. in Don Francisco Antonio Lorenzana, Historia de nueva España, Mexiko 1770, p. 38–170. III. Der dritte Brief, von Cuyocan (2½ span. Meilen südl. v. Mexiko) aus am 15. Mai 1522 geschrieben, wurde zuerst 1523 in Sevilla gedruckt, dann in Barcia I, p. 63–123, u. in Lorenzana, p. 178–320. IV. Der vierte Brief, von Temixtitan (Mexiko), vom 15. October 1524, wurde 1525 in Spanien gedruckt und später in Lorenzana, p. 330–399. V. Der fünfte Brief, welcher seinen Feldzug nach Honduras schildert, erschien in Colecion de doc. ined. p. l. hist. de Esp., Madrid 1844, Tom. IV, p. 8–167, als Relacion hacha al emperador Carlos V por Hernan Cortes sobre la expedicion de Honduras, datirt von Temixtitan, 3. September 1526.
[357] B. Diaz erzählt, sie hätten schon vor der Fahrt des Cortes in Tabasco den Namen Culba gehört. Columbus vernahm bei Cuba das Wort Colba und deutete es auf die Insel, aber es wäre nicht unmöglich, daß der Name der alten berühmten Stadt bis zu den Antillen gedrungen wäre. Daß Verbindungen zwischen den Inseln und dem Festlande stattfinden, läßt sich daraus schließen, daß Columbus an der Küste von Yukatan auf mexikanische Handelsbarken stieß und daß Cortes ebendaselbst von Jamaica herüber verschlagene Indianer fand.
[358] D. Charnay, Ansichten über d. Alter u. d. Ursprung der Baudenkmäler u. s. w. in Mexiko und Central-Amerika, in Zeitschr. f. Ethnologie. Berlin 1882. S. 10 ff.
[359] D. h. Colibri links, weil der Gott am linken Fuß mit Colibrifedern geschmückt war.
[360] Th. Weitz, Anthropologie IV, 4 erklärt sein unsicheres Benehmen aus seinem bösen Gewissen.
[361] Bernal Diaz I, 121 beschreibt diese Geschenke genau: „Das erste war eine Scheibe von der Größe eines Wagenrades, welche die Sonne vorstellte, ganz von feinem Golde und von der schönsten Arbeit, ein überaus merkwürdiges Kunstwerk, das nach der Aussage derer, die es gewogen, über 20,000 Gold-Piaster Werth gehabt haben soll. Das zweite, eine Scheibe, größer noch als die erste, schwer von Silber, von großem Werth, und den Mond vorstellend mit vielen Strahlen und andern Figuren darauf. Das dritte war die Sturmhaube, ganz mit gediegenen Gold-Körnern angefüllt, wie sie aus den Bergwerken kommen, an 3000 Piaster Werth, für uns aber von weit höherem Werth, weil es uns die Gewißheit gab, daß es reiche Goldgruben im Lande gab. Dazu kamen noch 20 goldene Enten, vollkommen nach der Natur und sehr zierlich gearbeitet; ferner Figuren von Hunden, Tigern, Löwen, Affen, 10 Halsketten von Gold, in Silber und Gold gefaßte Fächer und Büsche von den schönsten grünen Federn, ferner über 30 Pakete mit bunten Federn durchwirkter Baumwollstoffe u. a. m. Aehnlich beschreibt auch Torquemada, Mon. Ind. lib. IV. c. 17 diese Gaben. Einzeln sind die für den König von Spanien bestimmten Geschenke aufgeführt in Colec. de doc. inedit. p. l. hist. de España. I, 462–471. Darnach hatte die goldene Scheibe (una rueda de oro grande con una figura de monstruos en ella) nur ein Gewicht von 3800 pesos de oro, aber nicht 20,000 P. wie Diaz angibt. Dem König Karl wurden diese Geschenke im April 1520 zu Valladolid vorgelegt.