Lithogr. Kunst-Anst. v. Aug. Kärth, Leipzig.
G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, Berlin.
Catalanische Erdkarte, für König Karl V. von Frankreich 1375 in Mallorca gezeichnet. (Paris, National-Bibliothek.) Zu Gunsten der Deutlichkeit sind einerseits die zahlreichen Compasslinien des Originals weggelassen und ist andererseits das Meer mit einem blauen Ton gedeckt.
Mapamondi, das heisst das Bild der Welt und der verschiedenen Staaten der Welt und der Gegenden, welche auf der Erde sind, der verschiedenen Arten von Völkern, welche auf derselben wohnen. (Und besagtes Bild oder Figur ist rund wie ein Spielball und ähnlich einem Ei, getheilt in vier Elemente. Denn wie das ganze Ei von aussen von seiner Schale umgeben ist, wie die Schale das Eiweiss, und dieses den Dotter umgibt, und darauf der Tropfen des Embryo gebildet ist: so ist diese Welt auf allen Seiten vom Himmel umgeben, wie von der Eierschale, der Himmel umgibt die reine Luft, wie die Schale das Eiweiss; die trübe Luft ist umgeben von der reinen Luft, wie der Dotter vom Eiweiss u. s. w.)
Die Bewohner von Norwegen leben mehr von Fischen und von der Jagd als von Brot. Diese Gegend ist sehr rauh und kalt und gebirgig, wild und voll von Gebüschen. Viel Wild gibt’s hier: als Hirsche, weisse Bären und Gerfalken. Es gibt Hafer, aber nur sehr wenig, wegen der grossen Kälte.
In Irland gibt es viele merkwürdige Inseln, darunter ist eine kleine, wo die Menschen nicht sterben; aber wenn sie sehr alt sind, um zu sterben, trägt man sie von der Insel. Da gibt’s keine Schlange und keine Kröte und keine giftige Spinne; denn das ganze Land duldet kein giftiges Thier. (Da ist auch ein See und eine Insel. Noch mehr, es gibt dort Bäume, die tragen Vögel, wie andere Bäume reife Feigen tragen.) Desgleichen gibt es eine andere Insel in welcher die Frauen nicht niederkommen; wenn aber die Zeit der Entbindung kommt, schafft man sie, der Sitte gemäss, von der Insel fort.