JEREMIAS (ist von den Knien aufgefahren. Er starrt sie wie ein Sinnloser an. Seine Lippen beben das Wort wie eine Frage nach):

Nie wird ... ein Feind ... unsere Stadt ... umwallen?...

DIE MUTTER (aufzitternd vor Angst):

Was schrickst so jäh,
Was blickst du so blaß?

JEREMIAS (noch ganz benommen im Schauer):

Nie wird ... ein Feind ... unsere Stadt umwallen ...

DIE MUTTER:

Jeremia, sprich,
Was ist dir geschehn,
Was krampfst du die Hand,
Was birgst du den Blick?
Was schrickst du und blickst du so unbewußt?
Und ihr,
Achab, Jochebed,
Was winkt ihr ihm ab,
Was blinkt ihr ihm zu,
Jeremia, Jeremia,
Sage mir, sage, was ist geschehn?

JEREMIAS (sich fassend):

Nichts, Mutter ... nichts ... nicht errege dich.
Mir war
Nur dein Wort so fremd ... so sonderbar.