»Ich möchte Ihren Namen gern wissen,« sagte Vanina zu ihr.

»Ich heiße Clementina.«

»Also, liebe Clementina, morgen um fünf komme ich wieder!«

Am nächsten Tage traf Vanina ihre neue Freundin in verschlimmertem Zustande an.

»Ich werde einen Wundarzt holen lassen,« schlug Vanina vor, indem sie die Kranke umarmte.

»Lieber will ich sterben,« erwiderte diese, »als daß ich meinen Wohltäter in Gefahr brächte.«

Vanina redete ihr eifrig zu:

»Der Wundarzt von Monsignore Savelli-Catanzara, dem Stadtkommandanten Roms, ist der Sohn eines unsrer Dienstboten. Er ist uns ergeben und braucht in seiner Stellung vor niemandem Furcht zu haben. Mein Vater tut ihm unrecht, indem er ihn nicht für unbedingt zuverlässig hält. Ich werde ihn rufen lassen ...«

»Nein, nein! Ich will keinen Arzt!« rief die Unbekannte mit einer Lebhaftigkeit, die Vanina hätte stutzig machen müssen. »Nur Sie sollen kommen und mich besuchen. Und wenn es Gott gefällt, mich zu sich zu rufen, so werde ich glücklich sterben in Ihren Armen.«

Am folgenden Tage war ihr Befinden noch schlechter. Beim Weggehen sagte Vanina: