Er schaute ebenso hilflos drein, wie sein kleines Frauchen, und sagte freundlich:
„Meine liebe Irma, was können wir da machen?“
„Nun, aufpassen und wenn nötig, sie ins Verhör nehmen.“
„O nein, das Frauenzimmer würde heulen, schreien und fluchen. Ich finde sie schon schrecklich genug, mit ihrer lauten Stimme und ihren unschönen Bewegungen. Ich möchte so gern ein Mädchen haben, das mit Floras poetischer Erscheinung mehr im Einklang stände. Was sie aber mit dem übriggebliebenen Essen macht, kann mir doch ganz egal sein.“
„Wenn du nach dem Mittagessen alles an einen bestimmten Platz stellen ließest, Flora.“
„O, liebste Irma, hier im Hause hat nichts seinen bestimmten Platz.“
„Du mußt meinem kleinen Liebling keinen Schreck einjagen, Schwesterchen,“ sagte Gustav. „Sie bemüht sich nach Kräften, und ich habe ein bißchen geniale Unordnung gern.“
„Aber auf diese Weise seid ihr bald bettelarm.“
„Ach nein, wir besitzen noch einen großen Haufen Geld, und wenn das alle ist, komponiere ich meine neue Oper; mir stecken ja so viel Ideen und Melodien im Kopf. Und dann werden wir wieder reich, gelt, Florchen?“
Beide lachten so sorglos und herzlich, daß Irma, die von Natur wahrhaftig nicht ernst angelegt war, lustig mit einstimmte.