Hinter der Insel Dschenabijin wird der Strom von leichten Vegetationsgürteln eingefaßt. Links überwiegen Laubbäume, rechts Palmen, dazwischen erscheinen Gehöfte, Dörfer und Äcker; die Gegend ist wieder belebter, und die Wüste verschwindet. Um ½6 Uhr haben wir nur 34,8 Grad Wärme, und man fühlt sich schon behaglicher.

Museyib.
(Linkes Ufer.)


GRÖSSERES BILD

Neugierige am Landungsplatz.


GRÖSSERES BILD

Der Strom wird schmäler, und vor uns liegt auf beiden Ufern die Stadt Museyib. Die Häuser tragen wie in Bagdad Galerien, Balkone und Erker; doch ist am Ufer ein Fußsteig freigelassen, auf dem viele Araber umhergehen.

Die Fähre steuerte nach dem linken Ufer hinüber. Aber als wir anlegen wollten, rieten uns die Leute am Strande, nach rechts hinüberzufahren, wo die Behörden ihren Sitz hätten. Man merkte ihnen an, daß etwas Ungewöhnliches geschehen war; in mehreren langen, schmalen Booten wurden fünfzehn verwundete türkische Soldaten über den Strom nach einem Krankenhaus gerudert.

Auf dem rechten Ufer lagerten türkische Truppen, und bald standen wir vor dem großen, malerischen Haus, in dessen erstem Geschoß der Mutessarrif oder Gouverneur von Museyib sein Amtszimmer hatte. Im Erdgeschoß befand sich ein Café, gedrängt voll von Türken und Arabern, und es wimmelte von Turbanen, Fessen und arabischen Kopftüchern. Ein Derwisch ohne Kopfbedeckung, aber mit einem aufrechtstehenden Haarbüschel, in der Hand eine Art Karnevalspritsche, erheiterte seine Zuhörerschar durch Possen.