Nachdem wir die anderen gefunden hatten, lagerten wir da, wo wir uns befanden. Im Schutze eines Tamariskenkegels wurde mein Zelt aufgeschlagen, wobei nur die halben Zeltstangen benutzt und ihre oberen Enden mit Tauen befestigt wurden. Die Seitenstricke wurden um massive Wurzelstämme gebunden und Stücke von trockenem Holz auf die Säume gelegt, so daß schließlich alles fest war und den Sturm aushalten konnte. Doch feiner Sand sickerte durch das Zelttuch und bedeckte das Bett und die Sachen im Zelte.
91. Transport der Kähne über Land. ([S. 242.])
92. Hütten bei Jekken-öi. ([S. 245.])
93. Flußmessung bei Schirge-tschappgan. ([S. 246.])
94. Brücke über den Ilek. ([S. 247.])
Die Männer hüllten den Kopf in den Mantel, als sie sich niederlegten; sie konnten ihr Zelt, dessen Stangen nicht zerlegbar waren, nicht aufschlagen. Die Kamele lagen in einer Reihe da, den Hals in der Windrichtung ausgestreckt und den Kopf vor dem Winde geschützt. Am Boden betrug die Geschwindigkeit des Windes 18,1 Meter in der Sekunde, auf einem nur 2 Meter hohen Hügel aber 26,1 Meter. Dort mußte ich auf den Knien liegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Der Sturm kam jetzt aus Nordosten, und man konnte sich leicht davon überzeugen, was für ungeheuere Massen von Sand und Staub von diesem kräftigen Träger nach Westen und Südwesten befördert wurden. Sobald man sich nur niederkauert, wird man von den sausenden Wolken, die am Boden hinfegen und im Windschatten wirbeln, beinahe erstickt. Zweige, entwurzelte Grasbüschel und erbsengroße Sandkörner treiben im Winde und schlagen einem ins Gesicht.