101. Jugend am Ufer des Tarim. ([S. 254.])
102. Malenki und Maltschik. ([S. 254.])
103. Dünen auf dem rechten Tarimufer. ([S. 258.])
104. Gewaltige Sanddünen am rechten Tarimufer. ([S. 258.])
Einundzwanzigstes Kapitel.
Der frühere See Lop-nor.
Unsere Zelte wurden zwischen Tamarisken und Schilf unmittelbar neben der Quelle aufgeschlagen. Nach der Wüstenwanderung war dies ein reizender, einladender Lagerplatz, und ein Genuß war es zu sehen, wie die Kamele und mein Pferd in der üppigen Weide schwelgten und von Zeit zu Zeit an die Quelle kamen, um an der Eisrinde zu knabbern. Hier wollten wir einige Zeit bleiben, um die Tiere zu der bevorstehenden Wüstenreise nach Süden Kräfte sammeln zu lassen. Wir selbst litten beinahe Mangel an Nahrungsmitteln. Reis und Brot waren allerdings noch im Überfluß vorhanden, aber bekommt man weiter nichts, so wird das Menü sehr einförmig. Tschernoff und ich konnten uns nicht überwinden, Kamelfleisch zu essen, das den Muselmännern jedoch gut schmeckte.
Die Leute aus Singer sehnten sich nach Hause, aber es gelang mir dennoch folgendes Übereinkommen mit ihnen zu treffen. Melik und sein jüngerer Bruder sollten mit vier Kamelen in Altimisch-bulak bleiben, während Abdu uns mit den übrigen vier Kamelen zwei Tagereisen weit begleitete, um unseren Kamelen die Last zu erleichtern und Säcke mit Eis zu transportieren. Weiter wagte er nicht mitzukommen; er hatte riesigen Respekt vor der Wüste, die er nicht kannte.