Der Mollah war für uns ein wirklicher Schatz und diente mir als geographisches Lexikon über diese wenig oder gar nicht bekannte Gegend. Die Brille auf der Nase und ein großes Blatt Papier vor sich, zeichnete er eine Karte des Gebietes, auf der alle Namen und Wege angegeben waren, und zeigte uns, bei welchen Flußkrümmungen die Wüste uns am nächsten war. Ich konnte diese Karte später bei mehreren Gelegenheiten kontrollieren und fand sie sehr korrekt. Er hatte diese Wälder auf der Jagd vielfach durchstreift und war dreimal in Schah-jar gewesen. Auch von unserer Besatzung war er gern gesehen, denn er unterhielt sie in den langen, einsamen Stunden an Bord mit Vorlesen.
Bei einer Bucht am Ufer vor uns überraschten wir eine Wildschweinherde. Ganz erstaunt über das große Ungetüm, das den Fluß hinuntergetrieben kam, betrachteten die Tiere uns einen Augenblick, setzten sich dann aber in raschen Trab und stoben in geschlossener Schar in das Dickicht hinein. Gegen Abend erreichten wir Ak-sattma, wo Kurban Bai sich am Fuße einer Sanddüne in der Nähe einiger einsamen Pappeln zwei Hütten erbaut hatte. Er ist Besitzer von 2000 Schafen und einer Anzahl Hornvieh und zieht Weizen und Melonen; wir konnten daher bei ihm unseren Proviant verstärken.
25. Das Innere meines Zeltes auf der Fähre;
rechts der Schreibtisch, links das Bett und der Fährmann Palta. ([S. 40.])
26. Hirtenhütte in der Nähe des Masar-tag. ([S. 60.])
27. Kasim beim Fischfang. ([S. 61.])
28. Unser Lager bei Kurruk-asste. ([S. 59.])