Während ich damit beschäftigt war, den Arm von der Jolle aus zu untersuchen, erschien der Joll-begi von Tschimen, ein alter Mann in veilchenblauem Tschapan. Er brachte Briefe von Nias Hadschi und den Kosaken mit, die uns mitteilten, daß es der Karawane gut gehe.
Bei dem Dorfe Teres erwarteten mich am Ufer eine Menge Geschenke, wie Schafe, Früchte, zwei Kisten Birnen aus Kutschar, eine mit Granatäpfeln, ferner Hasen, Fasanen, Hühner, Eier und Milch, kurz eine willkommene Verstärkung des Proviants. Unser Transportmittel hat vor Kamelen den Vorzug, daß es nie knurrt, wenn man ihm auch noch soviel aufpackt; es geht darum doch ebenso weit und ebenso gut.
Wir lagerten an dem Punkte, wo der Weg von Kara-dasch und Kungartschak-bel nach Tschimen, Schah-jar und Kutschar über den Fluß führt. Es war genau dieselbe Stelle, wo wir 1896 den zugefrorenen Fluß kreuzten. Chalil Bai, der alte Ehrenmann, in dessen Hause ich damals zu Gaste war, kam mir, auf einen Stock gestützt, trotz seiner 73 Jahre entgegen. Es ist stets ein großes Vergnügen, alte Freunde wiederzusehen; es ist ein Band, das wiederangeknüpft wird. Ich saß lange mit dem Alten in gemütlicher Unterhaltung am Feuer.
37. Kähne auf dem mittelsten Tarim. ([S. 96.])
38. Der See Koral-dungning-köll. ([S. 105.])
39. Der Jumalak-darja von Koral-dung aus gesehen. ([S. 105.])