In Schudang holten wir einen Reisenden aus Tschertschen ein, einen chinesischen Siah (Schreiber), der auf dem Wege nach Kerija war, um dort vor dem Amban Rechenschaft über sein Amt abzulegen. Gleich uns blieb er dort, um sich einen Tag auszuruhen, und wir tauschten Visiten aus. Als wir am folgenden Morgen aufbrachen, hatte er von seinem Opiumrauchen gräßliche Kopfschmerzen.

Der Mölldscha ist, wie ich in „Durch Asiens Wüsten“ mitgeteilt habe, da, wo er den oberen Weg schneidet, ein mächtiger Fluß, hier aber, auf dem Astin-joll, gewahrt man ihn kaum, weil er sich deltaartig in mehrere veränderliche Arme teilt. Hierdurch wird die Bewässerung wirkungsvoller und die Vegetation reicher. Doch scheint der Kara-muran ein mächtigerer Fluß zu sein, der sich wahrscheinlich tiefer in die Wüste hinein erstreckt und auch wohl seinerzeit die Vegetation erzeugt hat, die in den von uns durchzogenen Bajirmulden noch ein kümmerliches Dasein fristet.

Bei Tschaltschik lagerten wir in einer kleinen Hütte, durch deren aus einigen Zweigen bestehendes Dach es ebenso stetig schneite wie draußen. Von jetzt an begleitete uns ein Eingeborener zu Fuß, um dem Wegweiser Turduk beim Führen zu helfen.

76. Tal zwischen Kurbantschik und Budschentu-bulak. ([S. 204.])

77. Tograk-bulak. ([S. 204.])

78. Ruine bei Jing-pen. ([S. 205.])