317. Lamas in Tikkse mit ihrem Prior (rechts). ([S. 347].)

318. Aussicht vom Kloster in Tikkse. ([S. 348].)

319. Leh, die Hauptstadt von Ladak. ([S. 348].)

Das erste aber, was ich tat, als ich nun nach allen Stürmen in Leh einen Hafen gefunden hatte, war, an König Oskar, an Lord Curzon, den Vizekönig von Indien, und an meine Eltern zu telegraphieren. Die freundlichen, aufmunternden Antworten trafen gerade rechtzeitig als Weihnachtsgaben für mich ein. Das Telegramm des Königs von Schweden lautete: „Vielen Dank für Ihr Telegramm und die bereits erhaltenen interessanten Briefe! Ich freue mich herzlich über Ihre glückliche Ankunft auf britischem Gebiete und hoffe, daß Sie bald heimkehren. Ich und die Meinen sind gesund. Sie herzlich grüßend, König Oskar.“

Von Tscharchlik hatte ich, via Kaschgar, an Lord Curzon geschrieben und ihn gebeten, bei der Ankunft in Leh eine Anleihe von 3000 Rupien aufnehmen zu dürfen; diese Summe lag jetzt bereit und wartete auf mich. Ich hatte auch von der Möglichkeit eines kurzen Besuchs in Indien gesprochen, und jetzt erhielt ich einen langen, liebenswürdigen Brief des Vizekönigs, der mit den Worten schloß:

„Ich habe Ihnen nur einen Vorschlag zu machen, und der ist, daß Sie nach Kalkutta kommen, wo ich mich vom Januar bis Ende März aufhalte, und mir das Vergnügen machen, Sie als meinen Gast im Government House zu begrüßen und aus Ihrem eignen Munde zu hören, was Sie alles gesehen und ausgeführt haben.“

Nachdem ich geantwortet und diese liebenswürdige Einladung dankbar angenommen hatte, telegraphierte Lord Curzon: