„Dies ist aber noch lange nicht alles, was wir aus chinesischen Quellen über Lau-lan erfahren können. Das Tsien-Han-shu erzählt uns, daß China mit diesem Lande unter der Regierung des Kaisers Wu-ti (140–87 v. Chr.) in Verbindung zu treten begann, um welche Zeit sich die Westgrenze des Reiches nicht über das Yang-kuan-Sperrtor (vielleicht bis Tun-Huang) und das Yü-Tor (das moderne Chia Yu Kuan?) hinaus erstreckt zu haben scheint. Das ausgedehnte Land, das hinter diesen Orten lag, wurde von den damaligen chinesischen Geographen mit dem unbestimmten Namen Si-yu (die Westregion) bezeichnet und soll nach ihnen in 36 verschiedene Königreiche geteilt gewesen sein. Man erzählt, daß von China zwei Wege nach dieser Gegend führten. «Der über Lau-lan, welcher längs des Flusses Po (des unteren Tarim?) auf der Nordseite des südlichen Gebirges (des Altyn Ustun Tagh?) hinläuft und westwärts nach Sa-sche (Yarkand) führt, ist der südliche Weg. Der, welcher über den Palast des Häuptlings in Keu-tse (im Ouigourreiche? 1890 Li von Lau-lan) führt und den Fluß Po in der Richtung des nördlichen Gebirges (Tien Shan) bis nach Su-leh (Kaschgar) begleitet, ist der nördliche Weg.»

188. Die Karawane auf dem Eise des Lu-tschuentsa-Baches. ([S. 17].)

189. Sanddünen in der mittelsten Gobi. ([S. 22].)

190. Terrasse nördlich von der Oase vom 1. Februar. ([S. 22].)

191. Tränkung der Kamele am Brunnen im Lager Nr. 138. ([S. 22].)

„Das Wassersystem des Tarimbeckens wird mit folgenden Worten beschrieben: «Der Fluß (Chotan-darja?) strömt nach Norden, bis er sich mit einem Flusse vom Tsung-ling (Zwiebelkette in Sarikol) vereinigt, und fließt dann nach Osten in den Pu-schang-hai (den Schilfsee), der auch der Salzsumpf genannt wird. Dieser liegt über 300 Li von dem Yü-Tore und dem Sperrtore Yang-kuan und ist 300 Li lang und breit. Das Wasser ist stationär und nimmt weder im Winter noch im Sommer ab oder zu. Der Fluß soll sodann unter der Erde weiterfließen und bei Tseih-shih wieder zutage treten, von wo an er den Gelben Fluß Chinas bildet.»