227. Unser Lager in Unkurluk. Blick auf das Nebental. ([S. 110].)

228. Die am Ufer des Kum-köll aufgestapelten Kamellasten. ([S. 112].)

229. Ankauf von Schafen bei den Hirten von Unkurluk. ([S. 111].)

Ich ritt voraus die Talmündung hinauf; sie war ganz trocken. Auf ihrer anderen Seite fand ich doch noch ein paar kleine Tümpel mit schwach salzhaltigem Wasser, mit welchem die Hunde vorliebnahmen. Im Talgrunde aber griffen die Männer zu den Spaten; es wurde ein Brunnen gegraben, der in einer Tiefe von 56 Zentimeter kaltes süßes Wasser gab.

Obwohl wir am 8. Juli nur 14 Kilometer marschierten, konnten nur 27 Kamele das Lager Nr. 33 (5041 Meter) erreichen. Sie waren jetzt so erschöpft, daß wir aus Furcht, eines oder mehrere der Tiere zu verlieren, an und für sich unbedeutende Pässe umgehen mußten.

Der heutige Paß (5059 Meter) ließ sich jedoch nicht umgehen, und der Lama, der ihn rekognosziert hatte, versicherte, daß er nicht schwer sei. Die Steigung war auch unbedeutend, aber für die kraftlosen Tiere trotzdem mühselig. In der Nähe des Kammes grasten 8 Yake; einer von ihnen, ein alter Stier, war recht dreist, durfte aber nicht unnötigerweise geschossen werden; das Fleisch war vermutlich zäh und schlecht. Ein einzelner Kulan umkreiste uns in den tollsten Kurven und erregte durch seine urkomischen Manöver große Heiterkeit.

Auf der Südseite des Passes war das Relief der Landschaft verwickelter und ungünstiger. Mehrere Kämme zeigten sich, die überschritten werden mußten.