Das uns höchst unangenehme Geschrei des Esels, das an unser Ja erinnert, hat zu unzähligen Witzen Anlaß gegeben. Will der Esel im Gebirge eine Eselin finden, so wäre es zwecklos, wenn er wie ein Kulturmensch sänge. Dagegen dringt sein Geschrei bis zu den langen Ohren der Eselin, wie auch das Jodeln der Tiroler ganz für das Gebirge geschaffen ist.

[80]. Die Rassen des Esels.

Man unterscheidet drei Formen grauer Esel: Hausesel, Nubischer Steppenesel und Somali-Wildesel. Der Hausesel wird verschieden groß. Es gibt Esel in Südarabien und in Frankreich, welche die Größe eines guten Pferdes erreichen. Umgekehrt kommen auf einigen Inseln Zwergesel vor, die nicht so groß werden wie ein großer Hund.

[81]. Der Esel im Sprichwort und in Redensarten.

Der Esel gilt als dummes und verachtetes Tier, besonders bei uns. Daher sagt man

Auf den Esel kommen, sich auf den Esel setzen.

Das heißt aus einer geachteten Stellung in eine niedere treten.

Den Esel reiten,

eine beschimpfende Strafe erleiden.

In Zusammenhang hiermit steht: