Wie bei den Menschen, so haben auch die Säugetiere verschiedene Geschlechter. Peter ist ein Männchen, also ein Rüde. Der Terrier, den er traf, war ebenfalls ein Rüde. Beide waren nicht abgeneigt, sich das Fell gegenseitig zu zerzausen.
Der Grund der Kampflust liegt darin, daß bei den Wildhundarten der stärkste Hund das Rudel als unbedingter Selbstherrscher leitet. Ein Auflehnen gegen seine Herrschaft gibt es nicht.
Wer der stärkste im Rudel ist, kann sich immer erst durch eine Beißerei feststellen lassen. Jeder Hund ist also bereit, dem andern zu zeigen, daß er zum Herrn, sein Gegner zum Diener berufen ist.
Bei den halbwilden Eskimohunden ist noch heute die Alleinherrschaft des stärksten Hundes im Rudel, der Baas genannt wird, üblich. Altert der Baas, so verliert er die Leitung und ein jüngerer Hund, der der kräftigste des Rudels ist, tritt an seine Stelle.
Da sich gewöhnlich nur Hunde von gleichem Geschlecht beißen, so haben Gastwirte gewöhnlich Hündinnen. Denn die Gäste halten sich regelmäßig Rüden, weil die Hündin viel Umstände verursacht, namentlich dann, wenn sie Junge hat.
Ein Glück ist es, daß große Hunde gewöhnlich das Gekläff kleiner Köter unbeachtet lassen. Aber es kommen auch Ausnahmen vor. So hat Peter schon seit Wochen durch sein andauerndes Anbellen und Herausfordern den Zorn der großen Dogge erregt. Vor ihr flüchtet er mit eingeklemmtem Schwanze.
Dieses Sinkenlassen des Schwanzes dürfte eine Eigentümlichkeit aller Hundearten sein. Von den Eskimohunden her wissen wir auch den Grund dafür. Kein Hund des Rudels darf an dem Baas, dem Leiter, vorübergehen, ohne den Schwanz sinken zu lassen. Tut er es nicht, so wird er durch Bisse gestraft.
Das Sinken des Schwanzes bei Peter ist also ein deutliches Zeichen seiner Furcht.
Trotzdem dreht er sich herum gegen seinen Feind, sobald er in dem Bereiche des Kellers ist. Denn hier macht sich sein Eigentumssinn geltend.