Der Harzer Kanarienvogel ist bereits erwähnt worden. In England werden Kanarienvögel mit auffallender Färbung gezüchtet, so z. B. die eidechsenartig gestreiften Lizards. Erwähnt wurden bereits die Pfeffervögel, die durch Fütterung mit Kayennepfeffer tief gelbrot geworden sind.

Die Zucht des Kanarienvogels beginnt Mitte Februar. Auf ein Männchen rechnet man 3 bis 4 Weibchen. Das Weibchen legt 5 Eier. Die Brutzeit dauert etwa 13 Tage. Man kann im Jahre 3 bis 4 Bruten erzielen. Als Fink ist der Kanarienvogel ein Pflanzenfresser, der namentlich im Frühjahr Wert auf Insektenkost legt. Rübsen, Spitzsamen und gelegentlich Hanf sowie allerlei Grünes wird vom Kanarienvogel gern gefressen. Während der Brutzeit darf hartgekochtes Ei als Ersatz der tierischen Nahrung nicht fehlen. Da der wilde Kanarienvogel sehr gern Feigen frißt, so sind Zucker und Obst keine Leckereien für unseren Kanarienvogel, wie gewöhnlich angegeben wird. Es liegt vielmehr eine naturgemäße Fütterung vor.

Für die Zucht ist der Kanarienvogel nur bis zum vierten Jahre lohnend zu verwenden. Dagegen wird der einzelne Sänger bis zu 20 Jahren alt.

Der Wellensittich

[190]. Warum ist nur der Wellensittich ein Haustier?

In meinem Bekanntenkreise besitzt nur noch der vorhin erwähnte Herr Stengert ein Pärchen Wellensittiche. Die übrigen haben die Tierchen wegen Futtermangel abschaffen müssen. Wir suchen also Herrn Stengert wieder auf und sehen uns zunächst nochmals seine Kanarienvögel an.

Das Pärchen Wellensittiche hat bereits mehrfach gebrütet. Den Nachwuchs hat Herr Stengert fortgegeben, da die Ernährung heutzutage zu schwierig ist.

Unter Papageien stellt sich der Durchschnittsmensch ziemlich große, lautkreischende Vögel vor. Davon ist beim Wellensittich nichts zu merken. Sieht man von seinem langen Schwanz ab, so hat er etwa die Größe eines Stars. Nur ist er im Gegensatz zum Star grün gefärbt.