Alle Hunde, namentlich Wachhunde, sind mit Einbruch der Dämmerung besonders zu Angriffen geneigt.

Viele Hunde heulen noch heute gern, wenn es Abend wird.

Die meisten Hunde schlafen gern am Tage bei großer Hitze. Hierbei kann man bei ihnen öfter beobachten, daß sie wie die Menschen träumen.

Ihr Schlaf ist sehr unruhig und sie erwachen bei dem kleinsten Geräusch. Auch die Wildhundarten jagen ausnahmsweise auch am Tage, wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet. Bei der Katze ist es ebenso.

Schwerlich würde der Hund ein so guter Wächter in der Nacht sein, wenn er nicht ursprünglich ein nächtliches Raubtier gewesen wäre.

Auf die feine Nase des Hundes wird von den Besitzern gewöhnlich viel zu wenig Rücksicht genommen. Zigarrenhändler, Drogisten, ja Apotheker halten in ihren Läden Hunde, obwohl hier schon den menschlichen Nasen nicht wohl ist.

Wir haben schon darauf aufmerksam gemacht, daß Menschen und Tiere nicht dieselben Gerüche lieben. Kölnisches Wasser duftet unserer Nase angenehm, aber der Hund wendet sich mit Abscheu ab.

Ebenso kann ihm die schönste Havannazigarre nicht gefallen. Die Scherze, die man mit Hunden macht, indem man ihnen brennende Tabakspfeifen ins Maul steckt, sind also nicht ohne Nachteil für das Tier.

Ist die Hütte voll Ungeziefer, so reinigen wir sie mit Karbol und reiben den Hund mit Insektenpulver ein. Und wir bilden uns noch etwas auf unsere Tierfreundlichkeit ein, wenn wir dem armen Hunde diese Höllenqual bereitet haben.