Der Hund wurde einerseits wegen der bereits erwähnten Eigenschaften, die uns Menschen widerwärtig sind, sehr verachtet, andererseits wegen seines Nutzens für uns sehr geschätzt.

Für die Verachtung spricht die Strafe des Hundetragens, womit man andeuten wollte, daß jemand wert sei, wie ein Hund erschlagen und aufgehängt zu werden.

Hiermit bringt man die Redensart in Verbindung:

Auf den Hund kommen, d. h. also in eine solche Lage kommen, wie einer, der Hunde tragen muß. Damit will man andeuten, daß jemand in verächtliche oder schlimme äußere Verhältnisse geraten ist, oder daß es mit seiner Gesundheit schlecht steht.

Jemanden auf den Hund bringen heißt also, ihn in solche schlechte Verhältnisse bringen.

Ueber den Hund kommen heißt hiernach, jene Strafe überstehen. Vervollständigt wird der Gedanke in der Redensart:

Komm ich über den Hund, komm ich auch über den Schwanz, d. h. also, überstehe ich die Strafe, so werde ich auch die Nachklänge hieraus überstehen.

Einer ist so verachtet, daß nicht einmal die Hunde ein Stück Brot von ihm nehmen. Es ist das natürlich eine Uebertreibung, um zu sagen, daß das verächtlichste und gierigste Tier von diesem Menschen nichts annehmen würde.

Etwas geht vor oder für die Hunde, d. h. es geht dahin, wo sich die verächtlichsten Geschöpfe befinden, also es geht zugrunde.

Hunde und Flöhe gehören zusammen. Je magerer der Hund, desto größer die Flöhe. Das bezieht sich auf die Menge Ungeziefer, das auf den meisten Hunden haust.