[5] Die virtus gehört den viri, die pudicitia den matronae: Livius 10, 23.

[6] Properz 2, 6, 25 und Plinius nat. hist. 17, 244.

[7] Domitius warf dem Crassus vor: „Hast du nicht geweint, als dir die Muräne starb, die du im Fischbehälter aufzogst?“ Crassus antwortete: „Hast du nicht etwa nicht geweint, als du dich von deiner Frau trenntest?“

[8] Das griechische Ideal der Ehe gibt uns Plutarch, Praecepta coniug. 9: Der Mond strahlt nur dann, wenn er der Sonne nicht zu nahe steht. Umgekehrt die Frau: sie strahlt am schönsten, wenn sie zusammen mit ihrem Manne erscheint; ist er nicht da, so gleicht sie dem Neumond! Diese Lehre gipfelt in dem Satz: die Frau soll der Spiegel ihres Mannes sein.

[9] Erst im 2. Jahrhundert n. Chr. tauchen Römerinnen, die in eine Hündin verliebt sind, auf, bei Juvenal VI, 654 und Lucian de merc. conductis 34 (letztere Stelle wurde mir von Dr. Hasenclever, Würzburg, nachgewiesen), früher findet sich nichts dergleichen. Es war dies also eine Mode der Spätzeit. Wohl treffen wir dagegen Männer, auch junge Männer an als zärtliche Liebhaber ihrer Hunde; ich erinnere an das Hündchen Issa bei Martial (s. S. 223). Das reizende Grabgedicht auf die Hündin Myia (Carmina epigraphica 1512) stammt freilich von einer Frau, aber aus Gallien, nicht aus Rom. Aus Rom stammt die marmorne Grabschrift auf die Jagdhündin Margerita (ebenda 1175), von der dort ausgesagt wird, daß sie oft im Schoß ihres Herrn oder ihrer Herrin von der Jagd ausruhte. Hier ist die Herrin also einmal mit erwähnt. Die Katze fehlte in den Häusern; sie wurde vom mäusefangenden Wiesel (mustela) vertreten; aber auch zum Wiesel sehen wir die Römerinnen nie in einem näheren Verhältnis.

[10] Seneca de benef. 1, 9. Die Frau, die außer ihrem Ehemann nur einen Liebhaber hat, steht noch gut da; man sagt von ihr, daß sie in Doppelehe lebt, und dies eine adulterium wird als ein zweites matrimonium gerechnet; s. Martial VI, 10 und „Römische Charakterköpfe“ 3. Aufl., S. 235.

[11] Gellius 1, 23.

[12] mulierum conventus, senatus matronalis, Script. hist. Augustae Heliogab. 4, 3.

[13] Cicero nennt die Clodia geradezu meretrix.

[14] Helvius Cinna hatte schon unter des großen Julius Caesar Begünstigung geradezu die Einführung der Polygamie vorgeschlagen (Sueton, Caes. 52); die Kaiserin Messalina führte dies durch; weiter nichts.