[130] Cicero ad Att. XI, 16, 4.

[131] Cicero ad fam. X, 31 u. 33.

[132] Bei Plutarch (Caesar 37) wird es dem Caesar zum Vorwurf gemacht, daß er beim Wintersturm über das Meer setzt, was selbst ein Gott nicht könne; vgl. auch Plut. Antonius 7; Lucan V, 504 ff.

[133] Im Winter bringen auch dem Vespasian, der in Alexandrien ist, seine Verehrer aus Rom persönlich die Nachricht, daß Vitellius tot ist: Tacitus hist. III, 48: dies ist ein Merkmal dafür, wie wichtig es damals war, sich des neuen Kaisers Gunst sofort zu sichern.

[134] Bei Cassius Dio 51, 45 wird noch ein ähnlicher Fall erzählt, wo Antonius im Winter über das, was Oktavian treibt, völlig ohne Nachricht bleibt. Übrigens stand es um das Jahr 400 n. Chr. ähnlich zwischen den getrennten Reichen des Arkadius und Honorius; von Constantinopel kommen nur verspätete und unzuverlässige Nachrichten nach Rom. Vgl. den Historiker Eunapius fr. 74 (meine Claudian-Ausgabe S. XXXIV, Anmerkung).

[135] Unter „London“ 28. April berichteten unsere deutschen Zeitungen folgende Mitteilungen. Daily Telegraph meldet: Die Nachricht von dem Aufruhr in Dublin wurde gestern früh hier durch Reisende aus Irland herübergebracht. Sie sprach sich vormittags in der Stadt herum. Daily Chronicle: Die Mitteilungen des Staatssekretärs für Irland im Parlament waren für das Haus eine vollständige Überraschung. Basel, 28. April: Der Überfahrtsverkehr von England nach Irland ist eingestellt. London, 27. April: Im Unterhaus sagte Birrell, er wisse nicht, ob die Postverbindung mit Irland funktioniere; zwei Dampferlinien seien unterbrochen. London, 28. April: Im englischen Oberhaus fällt die Äußerung, die Aufständischen haben das Kabel durchschnitten. Dann wird noch gemeldet, daß sie in Dublin das Hauptpostamt und zwei Bahnhöfe besetzten und alle Drähte durchschnitten.

[136] Juvenal 7, 97.

Die Laus im Altertum.

[137] Der Verfasser ist Dr. Ernst Schultze.

[138] In den umfassenden Werken über griechische und römische Altertümer und Sittengeschichte der Alten, die wir besitzen, von C. F. Hermann und seinen Fortsetzern, von Marquardt-Mau, von Blümner und Friedländer habe ich mich umsonst nach Auskunft über diesen Gegenstand umgesehen. Diese Werke notieren leider immer nur das, was die Alten besaßen, nicht, was ihnen fehlte; und oftmals ist das letztere noch charakteristischer für die Kultur als das erstere. Gleichwohl hoffe ich, daß mir in der nachfolgenden Zusammenstellung an Nachweisen über die Laus nichts Wesentliches entgangen ist.