[340] Vgl. Zur römischen Kulturgeschichte S. 152 f. und betreffs der Haltung der Sklaven S. 66.
[341] Josef Vilmain, Die Staatslehre des Thomas von Aquino, Leipzig 1910, S. 80 u. 97 ff.
[342] Nicht das größte; es gab Freigelassene, die noch reicher waren: Tacit. 14, 55.
[343] Über den animus ad civilia erectus agendique cupidus s. De tranquill. 2, 9. Wer keine führende Stellung einnehmen kann, soll wenigstens durch Akklamation helfen, si a prima te reipublicae parte fortuna submoverit, stes tamen et clamore iuves, ebenda 4, 5, wo stes tamen et clamore iuves offenbar aus einem Hexameter stammt, also Zitat ist. Auch De otio beschäftigt er sich aufs neue mit diesen Fragen: imperfectum bonum est virtus sine actu usf. (6, 3). Daselbst 6, 4 das posteris prodesse; und 6, 5: Chrysippus lebte im otium; er hatte nicht den Reichtum und die Machtstellung (ergänze: wie ich, um dasselbe wie ich zu versuchen).
[344] Das ist das maiorem virtuti materiem subministrare (De vita beata 21, 4).
[345] Das Geld, das einem Natalis zufällt, ist wie in die Kloake geworfen: Epist. 87, 16. „Der Reichtum ist mein Diener; andere sind Knechte des Reichtums,“ De vita beata 22, 5.
[346] Gegen die nimia aestimatio sui redet Seneca De v. beata 8, 3.
[347] Cassius Dio 62, 2, wo das Wort ἄκουσιν darauf geht, daß die britische Bevölkerung zum Teil der römischen Geldwirtschaft widerstrebte; s. 62, 3: πενία ἀδέσποτος πλούτου δουλεύοντος προφέρει. Schon die Regierung des Kaisers Claudius hatte große Geldsummen in diese neue Provinz geworfen, aber sie gleichfalls wieder zurückgenommen (ebenda). Das ist nicht „Geldwucher im Großen“, was Kaiser Claudius trieb; dasselbe gilt von Seneca.
[348] Nicht der strengste Stoiker hätte das von Seneca verlangt; auch Zeno hatte Geld auf Zinsen geliehen (De benef. 4, 24, 1). Daß Seneca etwa Wucher trieb, ist durch nichts angezeigt. An verächtlichen Äußerungen gegen die feneratores fehlt es bei ihm nicht: De ira 3, 33; De const. 6, 7; Benef. III, 15; so aber auch gegen die Reichen, De provid. 6: die Reichen sind innerlich schmutzig; wie ihre Stubenwände sind sie nur äußerlich dekoriert; der glänzende Stuck ist dünn und fällt ab.
[349] Martial 12, 36; Juvenal 5, 109.