Von Geldeswerth war uns allen nur eines geblieben: einem meiner Husaren hatte ein Seitenschuß die ganze Uhr aus der Kapsel herausgeschossen; an seiner Uhrschnur hing nichts als die silberne Schale. In gutem Humor hatte man sie ihm als »Andenken an Ablis« überlassen.
Wir erhielten einen Frühtrunk und einen Bissen Brod; dann ging es auf Chartres zu. Unter dem Jubel der Bevölkerung zogen wir ein.
Gegen Abend sahen wir von unserem Gefängniß aus, daß sich der Himmel gegen Norden hin röthete. Wir ahnten was es war, drei Tage später wußten wir es. Die ganze Division war von Rambouillet aus gegen Ablis vorgerückt, um das Dorf für seinen Verrath zu strafen. In weitem Kreise standen die Regimenter; dann feuerte die reitende Batterie ihre Brandgranaten in das unglückliche Dorf, und am andern Morgen war Ablis ein Aschenhaufen.
11. Drei von den 3. Garde-Ulanen.
Sie preschten zurück in vollem Galopp, hopp, hopp,
Daß an der Lanze das Fähnlein stob, hopp, hopp,
Leb wohl, leb wohl, lieb Kamrad mein,
Es mußte doch mal geschieden sein,
G. Hesekiel.
Unteroffzier Janeke erzählt:
Wir lagen bei dem Dorfe Villaines, zwei Meilen nördlich von St. Denis. Am 3. November früh erhielt ich Ordre, mit vier Mann einen Recognoszirungsritt bis Ecouen und Sarcelles zu machen und Nachricht zu bringen, ob sie besetzt seien, wie stark und womit. Das große Dorf Ezonville war halber Weg. Hier sollte das Absuchen beginnen. »Es ist nicht wahrscheinlich, daß sie schon in Ezonville stecken, aber es ist möglich. Also aufgepaßt. Und nun mit Gott.«