Nachdem ich gespeist hatte, brachte mir einer der Aufwärter die Rechnung, und da er bemerkte, daß ich ein neuer Ankömmling sei, der über die hiesigen Gepflogenheiten noch nicht vollkommen unterrichtet sein dürfte, so bedeutete er mich, ich möge meinen Namenszug darunter setzen.
„Wozu das?“ fragte ich.
„Nun, als Beleg für die Centralbank.“
„Speist man denn hier auf Generalunkosten? Was hat die Bank mit meinen Tischrechnungen zu thun?“
„Die Bank wird natürlich den Betrag auf Ihr Konto setzen.“
„Aber ich habe kein Konto bei der Bank.“
„Nun, dann werden Sie es sich eröffnen lassen, denn hier hat jedermann sein Bankkonto, wo ihm alles gutgeschrieben wird, was er verdient, und alles zu Lasten geschrieben, was er ausgiebt.“
„Und wenn ich nun beispielsweise mich hier bloß auf der Durchreise aufhalte und mir gar kein Konto eröffnen lassen will, oder wenn ich hier zu bleiben und trotzdem nichts zu arbeiten beabsichtige? Wer zahlt dann für mich?“
„Darauf lassen wir es getrost ankommen. Im übrigen habe ich noch nichts davon gehört, daß jemand, der einmal in Freiland war, wieder fortgezogen wäre, oder daß ein kräftiger Mann hier nicht arbeiten wollte; und wer wirklich nichts arbeiten will, mit dem haben wir allzuviel Mitleid, als daß wir ihn verhungern ließen. Doch gleichviel, wenn Sie aus irgend welchem Grunde Ihr Konto nicht begleichen, so wird das ein Verlust sein, den wir verschmerzen. Wegen solcher Kleinigkeiten belästigt sich niemand in Freiland mit dem Einnehmen und Ausgeben von Bargeld. Ebensowenig, als Sie irgendwo hier bare Zahlung erhalten werden, ebensowenig wird irgend jemand bare Zahlung von Ihnen verlangen.“
Ich dankte dem Mann für die Belehrung, unterfertigte die Rechnung und verabschiedete mich.