Dagegen war der Sueden durch die Festungen Chalkis und Korinth, die durch das Gebiet der makedonisch gesinnten Boeoter miteinander die Verbindung unterhielten, und durch die achaeische Neutralitaet noch immer wesentlich in makedonischer Gewalt, und Flamininus entschloss sich, da es doch zu spaet war, um dies Jahr noch in Makedonien einzudringen, zunaechst Landheer und Flotte gegen Korinth und die Achaeer zu wenden. Die Flotte, die wieder die rhodischen und pergamenischen Schiffe an sich gezogen hatte, war bisher damit beschaeftigt gewesen, zwei kleinere Staedte auf Euboea, Eretria und Karystos, einzunehmen und daselbst Beute zu machen; worauf beide indes ebenso wie Oreos wieder aufgegeben und von dem makedonischen Kommandanten von Chalkis, Philokles, aufs neue besetzt wurden. Die vereinigte Flotte wandte sich von da nach Kenchreae, dem oestlichen Hafen von Korinth, um diese starke Festung zu bedrohen. Von der anderen Seite rueckte Flamininus in Phokis ein und besetzte die Landschaft, in der nur Elateia eine laengere Belagerung aushielt; diese Gegend, namentlich Antikyra am Korinthischen Meerbusen, war zum Winterquartier ausersehen. Die Achaeer, die also auf der einen Seite die roemischen Legionen sich naehern, auf der anderen die roemische Flotte schon an ihrem eigenen Gestade sahen, verzichteten auf ihre sittlich ehrenwerte, aber politisch unhaltbare Neutralitaet; nachdem die Gesandten der am engsten an Makedonien geknuepften Staedte Dyme, Megalopolis und Argos die Tagsatzung verlassen hatten, beschloss dieselbe den Beitritt zu der Koalition gegen Philippos. Kykliades und andere Fuehrer der makedonischen Partei verliessen die Heimat; die Truppen der Achaeer vereinigten sich sofort mit der roemischen Flotte und eilten, Korinth zu Lande einzuschliessen, welche Stadt, die Zwingburg Philipps gegen die Achaeer, ihnen roemischerseits fuer ihren Beitritt zu dem Bunde zugesichert worden war. Die makedonische Besatzung indes, die 1300 Mann stark war und grossenteils aus italischen Ueberlaeufern bestand, verteidigte entschlossen die fast uneinnehmbare Stadt; ueberdies kam von Chalkis Philokles herbei mit einer Abteilung von 1500 Mann, die nicht bloss Korinth entsetzte, sondern auch in das Gebiet der Achaeer eindrang und im Einverstaendnis mit der makedonisch gesinnten Buergerschaft ihnen Argos entriss. Allein der Lohn solcher Hingebung war, dass der Koenig die treuen Argeier der Schreckensherrschaft des Nabis von Sparta auslieferte. Diesen, den bisherigen Bundesgenossen der Roemer, hoffte er nach dem Beitritt der Achaeer zu der roemischen Koalition zu sich hinueberzuziehen; denn er war hauptsaechlich nur deshalb roemischer Bundesgenosse geworden, weil er in Opposition zu den Achaeern und seit 550 (204) sogar in offenem Kriege mit ihnen sich befand. Allein Philippos’ Angelegenheiten standen zu verzweifelt, als dass irgend jemand jetzt sich auf seine Seite zu schlagen Lust verspuert haette. Nabis nahm zwar Argos von Philippos an, allein er verriet den Verraeter und blieb im Buendnis mit Flamininus, welcher in der Verlegenheit, jetzt mit zwei untereinander im Krieg begriffenen Maechten verbuendet zu sein, vorlaeufig zwischen den Spartanern und Achaeern einen Waffenstillstand auf vier Monate vermittelte.

So kam der Winter heran. Philippos benutzte ihn abermals, um womoeglich einen billigen Frieden zu erhalten. Auf einer Konferenz, die in Nikaea am Malischen Meerbusen abgehalten ward, erschien der Koenig persoenlich und versuchte, mit Flamininus zu einer Verstaendigung zu gelangen, indem er den petulanten Uebermut der kleinen Herren mit Stolz und Feinheit zurueckwies und durch markierte Deferenz gegen die Roemer als die einzigen ihm ebenbuertigen Gegner von diesen ertraegliche Bedingungen zu erhalten suchte. Flamininus war gebildet genug, um durch die Urbanitaet des Besiegten gegen ihn und die Hoffart gegen die Bundesgenossen, welche der Roemer wie der Koenig gleich verachten gelernt hatten, sich geschmeichelt zu fuehlen; allein seine Vollmacht ging nicht so weit wie das Begehren des Koenigs: er gestand ihm gegen Einraeumung von Phokis und Lokris einen zweimonatlichen Waffenstillstand zu und wies ihn in der Hauptsache an seine Regierung. Im roemischen Senat war man sich laengst einig, dass Makedonien alle seine auswaertigen Besitzungen aufgeben muesse; als daher Philippos’ Gesandte in Rom erschienen, begnuegte man sich zu fragen, ob sie Vollmacht haetten, auf ganz Griechenland, namentlich auf Korinth, Chalkis und Demetrias zu verzichten, und da sie dies verneinten, brach man sofort die Unterhandlungen ab und beschloss die energische Fortsetzung des Krieges. Mit Hilfe der Volkstribunen gelang es dem Senat, den so nachteiligen Wechsel des Oberbefehls zu verhindern und Flamininus das Kommando zu verlaengern; er erhielt bedeutende Verstaerkung, und die beiden frueheren Oberbefehlshaber Publius Galba und Publius Villius wurden angewiesen, sich ihm zur Verfuegung zu stellen. Auch Philippos entschloss sich, noch eine Feldschlacht zu wagen. Um Griechenland zu sichern, wo jetzt alle Staaten mit Ausnahme der Akarnanen und Boeoter gegen ihn in Waffen standen, wurde die Besatzung von Korinth bis auf 6000 Mann verstaerkt, waehrend er selbst, die letzten Kraefte des erschoepften Makedoniens anstrengend und Kinder und Greise in die Phalanx einreihend, ein Heer von etwa 26000 Mann, darunter 16000 makedonische Phalangiten, auf die Beine brachte. So begann der vierte Feldzug 557 (197). Flamininus schickte einen Teil der Flotte gegen die Akarnanen, die in Leukas belagert wurden; im eigentlichen Griechenland bemaechtigte er sich durch List der boeotischen Hauptstadt Thebae, wodurch sich die Boeoter gezwungen sahen, dem Buendnis gegen Makedonien wenigstens dem Namen nach beizutreten. Zufrieden, hierdurch die Verbindung zwischen Korinth und Chalkis gesprengt zu haben, wandte er sich nach Norden, wo allein die Entscheidung fallen konnte. Die grossen Schwierigkeiten der Verpflegung des Heeres in dem feindlichen und grossenteils oeden Lande, die schon oft die Operationen gehemmt hatten, sollte jetzt die Flotte beseitigen, indem sie das Heer laengs der Kueste begleitete und ihm die aus Afrika, Sizilien und Sardinien gesandten Vorraete nachfuehrte. Indes die Entscheidung kam frueher, als Flamininus gehofft hatte. Philippos, ungeduldig und zuversichtlich wie er war, konnte es nicht aushalten, den Feind an der makedonischen Grenze zu erwarten; nachdem er bei Dion sein Heer gesammelt hatte, rueckte er durch den Tempepass in Thessalien ein und traf mit dem ihm entgegenrueckenden feindlichen Heer in der Gegend von Skotussa zusammen. Beide Heere, das makedonische und das roemische, das durch Zuzuege der Apolloniaten und Athamanen und die von Nabis gesandten Kretenser, besonders aber durch einen ansehnlichen aetolischen Haufen verstaerkt worden war, zaehlten ungefaehr gleich viel Streiter, jedes etwa 26000 Mann; doch waren die Roemer an Reiterei dem Gegner ueberlegen. Vorwaerts Skotussa, auf dem Plateau des Karadagh, traf waehrend eines trueben Regentages der roemische Vortrab unvermutet auf den feindlichen, der einen zwischen beiden Lagern gelegenen, hohen und steilen Huegel, die Kynoskephalae genannt, besetzt hielt. Zurueckgetrieben in die Ebene, erhielten die Roemer Verstaerkung aus dem Lager von den leichten Truppen und dem trefflichen Korps der aetolischen Reiterei und draengten nun ihrerseits den makedonischen Vortrab auf und ueber die Hoehe zurueck. Hier aber fanden wiederum die Makedonier Unterstuetzung an ihrer gesamten Reiterei und dem groessten Teil der leichten Infantrie; die Roemer, die unvorsichtig sich vorgewagt hatten, wurden mit grossem Verlust bis hart an ihr Lager zurueckgejagt und haetten sich voellig zur Flucht gewandt, wenn nicht die aetolischen Ritter in der Ebene den Kampf so lange hingehalten haetten, bis Flamininus die schnell geordneten Legionen herbeifuehrte. Dem ungestuemen Ruf der siegreichen, die Fortsetzung des Kampfes fordernden Truppen gab der Koenig nach und ordnete auch seine Schwerbewaffneten eilig zu der Schlacht, die weder Feldherr noch Soldaten an diesem Tage erwartet hatten. Es galt, den Huegel zu besetzen, der augenblicklich von Truppen ganz entbloesst war. Der rechte Fluegel der Phalanx unter des Koenigs eigener Fuehrung kam frueh genug dort an, um sich ungestoert auf der Hoehe in Schlachtordnung zu stellen; der linke aber war noch zurueck, als schon die leichten Truppen der Makedonier, von den Legionen gescheucht, den Huegel heraufstuermten. Philipp schob die fluechtigen Haufen rasch an der Phalanx vorbei in das Mitteltreffen, und ohne zu erwarten, bis auf dem linken Fluegel Nikanor mit der anderen, langsamer folgenden Haelfte der Phalanx eingetroffen war, hiess er die rechte Phalanx mit gesenkten Speeren den Huegel hinab sich auf die Legionen stuerzen und gleichzeitig die wieder geordnete leichte Infanterie sie umgehen und ihnen in die Flanke fallen. Der am guenstigen Orte unwiderstehliche Angriff der Phalanx zersprengte das roemische Fussvolk, und der linke Fluegel der Roemer ward voellig geschlagen. Auf dem anderen Fluegel liess Nikanor, als er den Koenig angreifen sah, die andere Haelfte der Phalanx schleunig nachruecken; sie geriet dabei auseinander, und waehrend die ersten Reihen schon den Berg hinab eilig dem siegreichen rechten Fluegel folgten und durch das ungleiche Terrain noch mehr in Unordnung kamen, gewannen die letzten Glieder eben erst die Hoehe. Der rechte Fluegel der Roemer ward unter diesen Umstaenden leicht mit dem feindlichen linken fertig; die Elefanten allein, die auf diesem Fluegel standen, vernichteten die aufgeloesten makedonischen Scharen. Waehrend hier ein fuerchterliches Gemetzel entstand, nahm ein entschlossener roemischer Offizier zwanzig Faehnlein zusammen und warf sich mit diesen auf den siegreichen makedonischen Fluegel, der, den roemischen linken verfolgend, so weit vorgedrungen war, dass der roemische rechte ihm im Ruecken stand. Gegen den Angriff von hinten war die Phalanx wehrlos und mit dieser Bewegung die Schlacht zu Ende. Bei der vollstaendigen Aufloesung der beiden Phalangen ist es begreiflich, dass man 13000 teils gefangene, teils gefallene Makedonier zaehlte, meistens gefallene, weil die roemischen Soldaten das makedonische Zeichen der Ergebung, das Aufheben der Sarissen, nicht kannten; der Verlust der Sieger war gering. Philippos entkam nach Larissa und nachdem er alle seine Papiere verbrannt hatte, um niemanden zu kompromittieren, raeumte er Thessalien und ging in seine Heimat zurueck.

Gleichzeitig mit dieser grossen Niederlage erlitten die Makedonier noch andere Nachteile auf allen Punkten, die sie noch besetzt hielten: in Karien schlugen die rhodischen Soeldner das dort stehende makedonische Korps und zwangen dasselbe, sich in Stratonikeia einzuschliessen; die korinthische Besatzung ward von Nikostratos und seinen Achaeern mit starkem Verlust geschlagen, das akarnanische Leukas nach heldenmuetiger Gegenwehr erstuermt. Philippos war vollstaendig ueberwunden; seine letzten Verbuendeten, die Akarnanen, ergaben sich auf die Nachricht von der Schlacht bei Kynoskephalae.

Es lag vollstaendig in der Hand der Roemer, den Frieden zu diktieren: sie nutzten ihre Macht, ohne sie zu missbrauchen. Man konnte das Reich Alexanders vernichten; auf der Konferenz der Bundesgenossen ward dies Begehren von aetolischer Seite ausdruecklich gestellt. Allein was hiess das anders als den Wall hellenischer Bildung gegen Thraker und Kelten niederreissen? Schon war waehrend des eben beendigten Krieges das bluehende Lysimacheia auf dem Thrakischen Chersonesos von den Thrakern gaenzlich zerstoert worden - eine ernste Warnung fuer die Zukunft. Flamininus, der tiefe Blicke in die widerwaertigen Verfehdungen der griechischen Staaten getan hatte, konnte nicht die Hand dazu bieten, dass die roemische Grossmacht fuer den Groll der aetolischen Eidgenossenschaft die Exekution uebernahm, auch wenn nicht seine hellenischen Sympathien fuer den feinen und ritterlichen Koenig ebenso sehr gewonnen gewesen waeren wie sein roemisches Nationalgefuehl verletzt war durch die Prahlerei der Aetoler, der “Sieger von Kynoskephalae”, wie sie sich nannten. Den Aetolern erwiderte er, dass es nicht roemische Sitte sei, Besiegte zu vernichten, uebrigens seien sie ja ihre eigenen Herren und stehe es ihnen frei, mit Makedonien ein Ende zu machen, wenn sie koennten. Der Koenig ward mit aller moeglichen Ruecksicht behandelt, und nachdem er sich bereit erklaert hatte, auf die frueher gestellten Forderungen jetzt einzugehen, ihm von Flamininus gegen Zahlung einer Geldsumme und Stellung von Geiseln, darunter seines Sohnes Demetrios, ein laengerer Waffenstillstand bewilligt, den Philippos hoechst noetig brauchte, um die Dardaner aus Makedonien hinauszuschlagen.

Die definitive Regulierung der verwickelten griechischen Angelegenheiten ward vom Senat einer Kommission von zehn Personen uebertragen, deren Haupt und Seele wieder Flamininus war. Philippos erhielt von ihr aehnliche Bedingungen, wie sie Karthago gestellt worden waren. Er verlor alle auswaertigen Besitzungen in Kleinasien, Thrakien, Griechenland und auf den Inseln des Aegaeischen Meeres; dagegen blieb das eigentliche Makedonien ungeschmaelert bis auf einige unbedeutende Grenzstriche und die Landschaft Orestis, welche frei erklaert ward - eine Bestimmung, die Philippos aeusserst empfindlich fiel, allein die die Roemer nicht umhin konnten, ihm vorzuschreiben, da bei seinem Charakter es unmoeglich war, ihm die freie Verfuegung ueber einmal von ihm abgefallene Untertanen zu lassen. Makedonien wurde ferner verpflichtet, keine auswaertigen Buendnisse ohne Vorwissen Roms abzuschliessen noch nach auswaerts Besatzungen zu schicken; ferner nicht ausserhalb Makedoniens gegen zivilisierte Staaten noch ueberhaupt gegen roemische Bundesgenossen Krieg zu fuehren und kein Heer ueber 5000 Mann, keine Elefanten und nicht ueber fuenf Deckschiffe zu unterhalten, die uebrigen an die Roemer auszuliefern. Endlich trat Philippos mit den Roemern in Symmachie, die ihn verpflichtete, auf Verlangen Zuzug zu senden, wie denn gleich nachher die makedonischen Truppen mit den Legionen zusammen fochten. Ausserdem zahlte er eine Kontribution von 1000 Talenten (1700000 Taler).

Nachdem Makedonien also zu vollstaendiger politischer Nullitaet herabgedrueckt und ihm nur so viel Macht gelassen war, als es bedurfte, um die Grenze von Hellas gegen die Barbaren zu hueten, schritt man dazu, ueber die vom Koenig abgetretenen Besitzungen zu verfuegen. Die Roemer, die eben damals in Spanien erfuhren, dass ueberseeische Provinzen ein sehr zweifelhafter Gewinn seien, und die ueberhaupt keineswegs des Laendererwerbes wegen den Krieg begonnen hatten, nahmen nichts von der Beute fuer sich und zwangen dadurch auch ihre Bundesgenossen zur Maessigung. Sie beschlossen, saemtliche Staaten Griechenlands, die bisher unter Philippos gestanden, frei zu erklaeren; und Flamininus erhielt den Auftrag, das desfaellige Dekret den zu den Isthmischen Spielen versammelten Griechen zu verlesen (558 196). Ernsthafte Maenner freilich mochten fragen, ob denn die Freiheit ein verschenkbares Gut sei und was Freiheit ohne Einigkeit und Einheit der Nation bedeute; doch war der Jubel gross und aufrichtig, wie die Absicht aufrichtig war, in der der Senat die Freiheit verlieh ^1.

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^1 Wir haben noch Goldstater mit dem Kopf des Flamininus und der Inschrift “T. Quincti(us)”, unter dem Regiment des Befreiers der Hellenen in Griechenland geschlagen. Der Gebrauch der lateinischen Sprache ist eine bezeichnende Artigkeit.

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Ausgenommen waren von dieser gemeinen Massregel nur die illyrischen Landschaften oestlich von Epidamnos, die an den Herrn von Skodra, Pleuratos, fielen und diesen, ein Menschenalter zuvor von den Roemern gedemuetigten Land- und Seeraeuberstaat wieder zu der maechtigsten unter all den kleinen Herrschaften in diesen Strichen machten; ferner einige Ortschaften im westlichen Thessalien, die Amynander besetzt hatte und die man ihm liess, und die drei Inseln Paros, Skyros und Imbros, welche Athen fuer seine vielen Drangsale und seine noch zahlreicheren Dankadressen und Hoeflichkeiten aller Art zum Geschenk erhielt. Dass die Rhodier ihre karischen Besitzungen behielten und Aegina den Pergamenern blieb, versteht sich. Sonst ward den Bundesgenossen nur mittelbar gelohnt durch den Zutritt der neu befreiten Staedte zu den verschiedenen Eidgenossenschaften. Am besten wurden die Achaeer bedacht, die doch am spaetesten der Koalition gegen Philippos beigetreten waren; wie es scheint, aus dem ehrenwerten Grunde, dass dieser Bundesstaat unter allen griechischen der geordnetste und ehrbarste war. Die saemtlichen Besitzungen Philipps auf dem Peloponnes und dem Isthmos, also namentlich Korinth, wurden ihrem Bunde einverleibt. Mit den Aetolern dagegen machte man wenig Umstaende; sie durften die phokischen und lokrischen Staedte in ihre Symmachie aufnehmen, allein ihre Versuche, dieselbe auch auf Akarnanien und Thessalien auszudehnen, wurden teils entschieden zurueckgewiesen, teils in die Ferne geschoben, und die thessalischen Staedte vielmehr in vier kleine selbstaendige Eidgenossenschaften geordnet. Dem Rhodischen Staedtebund kam die Befreiung von Thasos und Lemnos, der thrakischen und kleinasiatischen Staedte zugute.