Ich glaube es! rief der Professor stolz lächelnd und äußerst befriedigt. Wenige fassen mich, noch Wenigere begreifen mich, die Wenigsten verstehen mich. Mit diesem Klimax setzte er seinen Hut auf und sagte gelassen: Ziehen Sie sich an, Mertens, und folgen Sie mir.
Folgen? fragte Anton verwundert, wie so folgen? Warum denn folgen?
Zu Ihrem Glück, sagte der Professor mit Würde. Zu dem Herrn Geheimrath.
Geheimrath! Ich zum Geheimrath? murmelte der Schuhmacher erschrocken zurückweichend.
Mein lieber, theurer Freund, so sagte Wilkau zu mir, fuhr Viereck fort, bringen Sie mir den Mertens, ich will ihn selbst sprechen.
Ach, mein Gott! seufzte Guste, da haben wir’s!
Gut, lieber Wilkau, sagte ich, ich werde Mertens bringen, und wenn er sich benimmt wie ein Mann von Ehre, wie ein Patriot, der Wahrheit und Recht achtet?
Dann soll er sehen, daß ich ihn zu belohnen weiß, erwiderte mein edler Wilkau. Er soll reich beschenkt werden.
Ich danke! ich danke! rief Anton dazwischen. Ich bin so reich beschenkt, daß ich nichts mehr gebrauche.
Von den zweihundert Thalern, die er mir schuldet, soll nicht weiter die Rede sein, ich will sie ihm schenken! Sagen Sie ihm das im Voraus, mein lieber Herr Professor Viereck. Sie wissen, wie man die Herzen rührt; Sie sehen in die geheimen Falten der Seelen — so sprach mein Freund Wilkau.