Ich will allerdings, sprach der Angeredete, aber ich kann nicht anders als unter einer Bedingung.
Welche Bedingung? Du willst — nenne sie! sagte der Fabrikant.
Du kennst meine Ueberzeugung, meine Stellung, meine Verhältnisse; Du weißt auch, wie Gravenstein denkt. Es ist Gewissenssache für uns, dem Gesinnungsgenossen zu helfen; für den Mann, der immer noch im Geruch steht, einer der thätigsten Förderer fortgesetzter Wühlereien zu sein, darf ich nichts thun.
Du meinst — stammelte Herzer und fieberhafte Röthe lief über seine Stirn.
Ich meine, sagte Wilkau, Du sollst öffentlich Dich lossagen, Dich öffentlich zu uns bekennen.
Ich verstehe, murmelte der Fabrikant; o, ich verstehe!
Entschließe Dich, fuhr der Geheimrath fort. In diesem Falle will ich Gravenstein zu bestimmen suchen, will selbst versuchen, Zippelmann zu dem Vergleiche zu bewegen. Die Wechsel, ich sage die Wechsel, sollen acceptirt werden, und wenn Alles fehlschlagen sollte, will ich selbst mich verbürgen.
Schande und Schmach über mich; sprach Herzer mit erdrückter Stimme.
Schande so wenig als Schmach ist es, rief Wilkau, da zu stehen, wo ich stehe und so viele Ehrenmänner.
Mit einer heftigen Bewegung ergriff Herzer seinen Hut. Er richtete sich stolz auf, sah den Geheimrath durchdringend an und sagte ruhig: Du hast gewußt, was ich antworten muß. Du hättest nichts Besseres ersinnen können. Ich gehe und werde Dich nie mehr belästigen.