Unserm dritten Reisegefährten J. erging es wie Bucher vorhergesagt hatte. —

Er war kaum vierzehn Tage in Heidelberg, als er sich gegen einen alten Burschen einen unanständigen ledernen Witz über dessen Schwester, die er gar nicht kannte, erlaubt hatte.

R — bemerkte »Fuchs, solch ein schnöder Witz ist einen Rappierjungen werth.«

Unter dem Wort Rappierjunge versteht man ein Duell mit ungeschärften Rappieren.

»Ich wette«, versetzte J., welcher sich viel darauf zu Gute that, einigen Fechtunterricht von einem Dänischen Unterofficier in Altona erhalten zu haben, »daß ich Dir eher zwei Hiebe beibringe, als Du mir einen.«

»Du Fuchs!« lachte N.

N. war der beste Schläger in Heidelberg. Er dachte sich es doch ein wenig sicher nehmen zu müssen, damit der Fuchs ihn nicht blamire. Er nahm ihn daher sich »sûr« wie die Studenten es nennen.

Beide traten auf die Mensur. J. schlug eine Terz. N. parirte und schlug eine Quart nach. »Herr Jesus!« rief J.

N. hatte ihm fast alle Zähne, seine einzige physikalische Zierde, aus dem Munde geschlagen.