Wahrlich! ich verpflichte mich unter Garantie meines Kopfs, eine ganze Universität von funfzehnhundert Studenten, in der besten Ordnung in der loyalsten Stimmung und ferne von jeder Aufregung zu halten, ihre Phantasie zu beschäftigen ohne sie zu verbrennen und durch die Burschen fortwährend selbst von ihren geheimsten Gedanken in Kenntniß gesetzt zu werden. Aber man muß auch das Gemüth haben auf die Jugend zu wirken und sie ruhig gewähren lassen, wenn sie in die Sackgassen der Phantasie laufen. Sie kommen schon von selbst zurück und schlagen dann beschämt die Augen nieder.

»Pueri sunt pueri, pueri puerilia tractant.«


Beglaubigte Abschrift der Protocolle, gehalten in der Abgeordneten-Versammlung zu Jena.


Protocoll,
gehalten in der Versammlung der Abgeordneten verschiedener Deutscher Hochschulen, zu Jena am 29. März 1818.

1) Es wurden die Vollmachten der durch Abgeordnete an der Versammlung Theil nehmenden Hochschulen Berlin, Halle, Heidelberg, Jena, Kiel, Königsberg, Leipzig, Marburg und Rostock, mündlich oder schriftlich bekannt gemacht.

2) Veranlaßt durch die Abgeordneten des Berliner Burschenvereins und den erwählten Abgesandten derjenigen nicht verbündeten Berliner Burschen, welche auf ihrer Hochschule eine allgemeine Burschenschaft nach Zweck und Form gegründet sehn wünschen, entstand die Frage, ob der Abgeordnete des Letztern eine entscheidende Stimme haben könne, welche Frage durch Stimmenmehrheit mit »nein« beantwortet wurde.

3) Wurde von den sämmtlichen stimmenfähigen Burschenabgeordneten, erstens R. aus Jena zum Sprecher, zweitens W. zum Schreiber in den Versammlungen gewählt.