Es war von Schriftstellern die Rede. Wahrscheinlich suchte der Holländer, der dieses Gespräch auf das Tapet gebracht hatte, durch den verminderten Septimaccord der Conversation schon damals seine Taschenkalender feil bieten zu können.
»Schriftsteller? Es giebt nur ehnen Ehnzigen;« fiel der ältere Derene ein, »dat is der Satiricker Friederich.«
»Kennen Sie den nich?« begleitete der Jüngste.
Ich nickte bejahend.
»Hören Sie Mal Menneken!« hub der Primogenitus gegen den Rittmeister an, »den müssen Sie lesen, det ist der erste deutsche Dichter, des sagt mein Kousin och, und der hat Recht. Wissen Sie wie ich zu dessen Lectüre gekommen bin?«
»Wie sollte ich das wissen?«
»Hören Sie Mal, durch den wunderlichsten Zufall von die Welt. Als wir noch unsern ersten Tabacksladen etablirt hatten, wohnten wir in de Friedrichsstraße Nummer 46.«
Der jüngere Defrene berichtigte die Nummer.
»Um die Zeit wohnte bei uns ein Kammergerichtsrath der sich »Meier« nennen that. — Ehnes Tages sagte er mich: Sagen Sie Mal Herr Defrene können Sie mich wol ehn Bette leihen uff acht Dage, ein Freund will mir in die Zeit besuchen. Es war des uff en Mittewoch.«