„Nein, ich muß jetzt abreisen, Herr Hofrat, in acht Tagen.“

„Sagen Sie mal, hör’ ich recht? Sie werfen die Flinte hin, Sie wollen durchbrennen? Wissen Sie, daß das Desertion ist?“

„Nein, das ist nicht meine Auffassung, Herr Hofrat. Ich muß nun zum Regiment.“

„Obgleich ich Ihnen sage, daß ich Sie in einem halben Jahr bestimmt entlassen kann, daß ich Sie aber vor einem halben Jahr nicht entlassen kann?“

Joachims Haltung wurde immer dienstlicher. Er nahm den Magen herein und sagte kurz und gepreßt:

„Ich bin über anderthalb Jahre hier, Herr Hofrat. Ich kann nicht länger warten. Herr Hofrat haben ursprünglich gesagt: ein Vierteljahr. Dann ist meine Kur immer wieder viertel- und halbjahrsweise verlängert worden, und ich bin immer noch nicht gesund.“

„Ist das mein Fehler?“

„Nein, Herr Hofrat. Aber ich kann nicht länger warten. Wenn ich nicht ganz den Anschluß verpassen will, so kann ich meine richtige Genesung hier oben nicht abwarten. Ich muß jetzt hinunter. Ich brauche noch etwas Zeit für meine Equipierung und andere Vorbereitungen.“

„Sie handeln im Einverständnis mit Ihrer Familie?“

„Meine Mutter ist einverstanden. Es ist alles abgemacht. Ich trete ersten Oktober als Fahnenjunker bei den Sechsundsiebzigern ein.“