Den 21.

Bei der Isola grossa vorbei; die Eiländer San Andrea und Lissa.

Den 22.

Windstille und schönes Wetter.

Den 23.

Vor dem Winde. Meist sah ich nichts, als Himmel und Wasser. Es ist fürwahr ein eigener Anblick. Das Meer bildet eine Scheibe, dessen Mittelpunkt das Schiff ist. Der Himmel wölbt sich wie ein Deckel über die Wasserscheibe. Das ist nun freilich Alles, was man sieht.

Der Abend war ungemein lieblich und angenehm. Keine herbstliche Kühle, kein Nebel. Nach dem Untergange der Sonne schien der Horizont auf der Abendseite lange wie glühend. Als ich mich zu Bette legte, fühlte ich ungefähr die nämliche Wärme, wie bei uns mitten im Sommer.

Den 24.

Albaniens Gebirge unterbrachen das Einerlei von Himmel und Wasser. Eine frohe Stimmung entströmte dem Gedanken, daß ich schon einen Theil der Türkei erblicke. Bisher sah ich keine andere, als christliche Länder. Auf einmal drängten sich in meiner Phantasie die eigenen Religionsgebräuche, die Moscheen, der Halbmond, der Turban vor. Begreiflich wurde meine Sehnsucht nur um so reger, einmal das Land der Mohammetaner zu betreten. — Bis Abend waren wir so weit vorgerückt, daß auch die Küste von Italien, gegen Otranto hin, als ein schmaler, unansehnlicher Streifen dem Auge sich darstellte, indeß das türkische Gebirge, der Monte della Pegola (Pechberg, weil dort Schiffspech ausgebeutet wird), nunmehr sich in die Ferne verbarg.