Von den Hörsälen sah ich zwei. Sie waren eben angefüllt; allein man ertheilte bloß Unterricht, der Methode nach wechselseitigen, in der französischen Sprache, indem man den Koran übersetzte. Das laute Brummen in tiefem Basse sticht schroff ab gegen das feinere Bienengesumse unserer Primarschüler in Europa. Die Hörsäle haben in ihrer Bauart nichts Ausgezeichnetes für den Abendländer. Ein Katheder ist vorne für den Lehrer angebracht; Bänke folgen sich in regelmäßiger Reihung, so daß die auf europäische Weise sitzenden Schüler dem Lehrer ins Gesicht sehen. Auch während des Kollegiums bedeckte die rothe Mütze den Kopf. Es herrschte Ordnung und Ernst; kein Hin- und Hergehen, um sich zu zerstreuen.
Die Steindruckerei. Ich wurde überrascht, als eine solche mir gezeigt wurde. Zwei Araber druckten eben etwas zum Behufe des Krankenhauses. Französisches und Arabisches standen neben einander auf den Druckbogen. Die französische Schrift war korrekt, der Abdruck aber dießmal ein wenig schmutzig. Die Korrektheit freute mich um so mehr, als man in europäischen Winkeln, nicht so gar selten, von den gröbsten Verstößen geärgert wird. Diese Steindruckerei ist einzig für die höhere Lehranstalt bei Abusabel bestimmt.
Der botanische Garten. So heißt man im Hofe einen Garten, welcher an Ueppigkeit und Pracht wohl die europäischen Gärten übertrifft, dagegen der eigentlich wenigen Pflanzen wegen diesen Namen in der That nicht verdient, gewiß nicht einmal den eines Egyptiacum verdienen würde. Wie viel kann hier noch geleistet werden.
An der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt, die im Jahr 1828 ihren Wirkungskreis eröffnete, sind folgende Professoren angestellt:
für Botanik und Arzneimittellehre: Figari;
für Physiologie: Seisson;
für Pharmazie: Pacthon;
für Chemie: Berron;
für Pathologie und Therapie, so wie für medizinische Klinik: Duvigneau;
für Chirurgie und chirurgische Klinik: Seisson.