Esther war thränenlos in ihrem Schmerz. Sie rang nur immer die festgefalteten Hände ineinander, so daß die Fingerknöchel weiß heraustraten.

Eine stumme Verzweiflung, die nicht zu begreifen vermag, was sie vor sich sieht, beherrschte sie.

Und dann fiel ihr wieder das andere ein. Und aufschreckend fragte sie sinnlose Dinge, wie: »Hat man ihn noch immer nicht gefunden?« Als ob zwischen diesem Augenblick und jener Mitteilung lange Stunden gelegen hätten.

Da sagte Arne plötzlich: »Sie wollte immer mit dem Vater allein sein und von dir sprechen, Esther.«

Und nach einem langen, langen Schweigen ganz leise: »Morgen müssen wir sie begraben.«


Eliza wurde begraben, ohne daß man von ihrem Vater eine Spur auffand.

Der kleine Kirchhof dehnte seine letzte Gräberreihe um einen Hügel näher nach dem Nußbaum aus.

Im Hause begann wieder jene unheimliche, tote Geschäftigkeit des Wartens, die mit der Trauer um die Verschiedene gemischt, die Gestalt eines Wartens auf den Tod annahm.

Und immer noch war keine Spur zu entdecken. –