Sie würde nun das Haus verlassen müssen – und diese entsetzliche Ungewißheit mit sich nehmen.

»Ja, es bleibt nichts andres, als daß ich gehe,« dachte sie. »Aber wohin?«

Und sie horchte hinaus auf jeden Schritt, der durch das Haus schallte.

Würde er kommen?

Würde er einmal wieder da sein, wo alles von ihm sprach –: der Garten, den er mit schweigsamer Fürsorge gepflegt hatte – das Haus, das die Geheimnisse seines schwermütigen Lebens barg?

Würde er wiederkommen und durfte sie noch ein Wort des Trostes für ihn haben? –

Die junge Frau ging mit langsamen, schlürfenden Schritten über den Flur und kam herein.

Sie trat auf Arne zu, der immer noch in sich zusammengesunken saß.

»Arne, du darfst dich nicht zu sehr dem Kummer hingeben,« sagte sie und strich ihm über die Stirn.

Er nahm mit einer ritterlichen Bewegung ihre Hand, küßte sie und sagte: »Du hast recht, Liebste.«